BÄKO-magazin

CEBP fordert Entbürokratisierung

Die diesjährige Generalversammlung des Dachverbandes der nationalen Verbände des Bäcker- und Konditorenhandwerks in Europa (CEBP) fand in Brüssel statt.

Die diesjährige Generalversammlung des Dachverbandes der nationalen Verbände des Bäcker- und Konditorenhandwerks in Europa (CEBP) fand in Brüssel statt. Nach der intensiven Diskussion wichtiger europäischer Gesetzgebungsvorhaben (z. B. Lebensmittelinformationsverordnung, Gesetzgebungsvorhaben der zum Lebensmittelrecht und zum Verbraucherschutz) wurde ein neuartiges und wegweisendes computerunterstütztes Verbraucher-Informationssystem vorgestellt, das eine angeregte Diskussion ausgelöst hat (bro:Tplus). Den Höhepunkt der Mitgliederversammlung stellte eine erstmals durchgeführte Veranstaltung im Europaparlament dar. Die Vertreter der nationalen Mitgliedsverbände der CEBP erschienen in ihrer traditionellen Bäckerkluft und hatten charakteristische Produkte aus ihren jeweiligen Heimatländern mitgebracht. Wagener: Kleine und mittlere Betriebe über Gebühr belastet CEBP-Präsident Henri Wagener wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, dass die CEBP die Interessen von rund 190.000 Betrieben des Bäcker- und Konditorenhandwerks mit rund 1,7 Mio. Mitarbeitern wahrnehme. Deshalb müsse die europäische Rechtsetzungsarbeit viel stärker als bisher an der Interessenlage dieser großen Mehrzahl der Lebensmittelproduzenten in Europa ausrichten, anstatt ständig neue Regelungen zu erfinden, die vorzugsweise die industriellen Großkonzerne entlasten, dafür aber die kleinen und mittleren Unternehmen über Gebühr belasten.Groebel: Entbürokratisierung notwendigDer Generalsekretär der CEBP, Dr. Eberhard Groebel, hob in seiner Stellungnahme hervor, dass auch die 190.000 Unternehmen des Bäcker- und Konditorenhandwerks Verbraucher seien und zwar Verbraucher von Verordnungen und Richtlinien. Dies bedeute, dass sie insgesamt Verbraucher einer überzogenen bürokratischen Belastung seien. Auch in diesem Sinne sei Entbürokratisierung als Verbraucherschutz anzusehen. Nicht mehr Regelungen seien notwendig, sondern deutlich weniger.