BÄKO-magazin

Mehrwertkonzepte für das Bäckerhandwerk

Brot ist und bleibt eines der beliebtesten Lebensmittel der deutschen Verbraucher. 95% der Konsumenten essen Brot sehr gerne und 84% können sich ein Leben ohne Brot nicht vorstellen.

Brot ist und bleibt eines der beliebtesten Lebensmittel der deutschen Verbraucher. 95% der Konsumenten essen Brot sehr gerne und 84% können sich ein Leben ohne Brot nicht vorstellen. Insgesamt ist das Marktvolumen von Brot und Backwaren krisenstabil, auch wenn sich der Markt schlechter entwickelt hat als der Lebensmittelmarkt, fanden die Unternehmensberater von BBE heraus.Backwarensnacks mit hohen Wachstumsraten Die Studie belegt, dass sich insbesondere Backwarensnacks durch hohe Wachstumsraten auszeichnen. Snacks liegen voll im Trend und gleichen das rückläufige Kerngeschäft aus, heißt es weiter.Außerdem geht hervor, dass der Backwarenmarkt im LEH Begehrlichkeiten durch Frischekompetenz und häufigere Einkaufsfrequenzen weckt. Auch bei Impulsverkaufsstellen stehen Brot und Backwaren durch ihre Nähe zum Snack hoch im Kurs, denn dieser ist in Deutschland vor allem „brötchenaffin“.Kernkompetenz Brötchen liegt beim Handwerksbäcker Aber: die Kernkompetenz „rund um das Brötchen“ verkauft grundsätzlich der Bäcker. Handwerksbäckereien sind nun gefordert, diese Kernkompetenz stärker herauszustellen und entsprechende Strategien und Konzepte zu entwickeln.Die BBE-Experten meinen: Die Zeit ist reif für Mehrwertkonzepte insbesondere auch beim Bäckerhandwerk.Produktmehrwert heraustellen Der Mehrwert in Warengruppen lässt sich im Handel darstellen, indem die Qualität auf Produktebene sichtbar und emotional gemacht wird, „normale“ Sortimente hochwertig inszeniert werden, Atmosphäre erzeugt und der Mut zu Neuem bzw. Standards zu verlassen, aufgebracht wird.Es wird zunehmend wichtig werden, Mehrwertkonzepte im Bäckerhandwerk zu realisieren.BBE empfiehlt,dem vielfältigen Wettbewerb etwas entgegenzusetzten (Kernkompetenzen herausstellen und glaubwürdige Mehrwertstrategien finden); die Kundenbindung an das eigene Geschäft/Sortiment zu erhöhen (mehr Umsatz pro Kunde und auf der Fläche erzeugen); ein Name/eine Marke mit Bedeutung zu werden (Reichweite jedes Standorts deutlich erhöhen); Umsatz und Spanne gezielt gegen die Positionierung abzuwägen (nur in Wachstumswarengruppen investieren, die zum eigenen Image passen).