BÄKO-magazin

Ehrenkodex für Top-Arbeitgeber

Laut einer Umfrage halten 81% der Befragten einen Ehrenkodex, der zu einem fairen Umgang mit den Mitarbeitern auch in Krisenzeiten verpflichtet, für eine geeignete vertrauensbildende Maßnahme.

Mittelständler befürchten bei der derzeitigen Wirtschaftslage, neben Umsatzverlusten und Liquiditätsengpässen, spürbare und langfristige Schäden, wenn innerhalb der Belegschaft Ängste vorherrschen. Das ergab eine Umfrage von „compamedia“ unter den Geschäftsführern und Personalverantwortlichen von ca. 3.500 mittelständischen Unternehmen.

Demnach sind Know-how-Verlust durch die Abwanderung der wertvollsten Mitarbeiter, hohe Kosten durch ineffizientes Arbeiten sowie Qualitätseinbußen bei Produkten und Services die Spitzenreiter unter den befürchteten Folgeschäden. Als geeignete Gegenstrategien sieht der Mittelstand vorwiegend eine verstärkte Kommunikation und eine absolute Transparenz. Die meisten Befragten befürworten darüber hinaus einen Ehrenkodex, in welchem sie sich zu fairem Verhalten gegenüber ihren Mitarbeitern auch in Krisenzeiten verpflichten. Der Ausrichter des Arbeitgeberwettbewerbes „Top Job“ reagiert auf die Umfrage und integriert die Unterzeichnung eines Ehrenkodexes in das Auswahlverfahren um einen Platz unter "den 100 besten Arbeitgebern im Mittelstand".

Fairen Umgang mit den Mitarbeitern

Einen Ehrenkodex, der zu einem fairen Umgang mit den Mitarbeitern auch in Krisenzeiten verpflichtet, halten die meisten für eine geeignete vertrauensbildende Maßnahme (81%). Mehr als die Hälfte (58%) hält einen Kodex im Falle von Kurzarbeit und Stellenabbau für hilfreich - sei es intern als Begleitung der Maßnahmen oder extern zur Vorbeugung eines Imageschadens. Explizit zu einem Ehrenkodex befragt, sind sich die Verantwortlichen im Mittelstand einig: 76,5% der befragten Unternehmer und Personaler würden einen solchen Ehrenkodex unterzeichnen.

Arbeitgeberranking

Der Ausrichter des Arbeitgeberrankings „TOP JOB - Die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand“ hat darauf reagiert und die Anerkennung eines Ehrenkodexes in die Auswahlkriterien aufgenommen. Der Kodex ist unter www.topjob.de zu sehen - die Anmeldung für das Arbeitgeberranking ist ab sofort und bis zum 30. Juni 2009 ebenfalls auf dieser Website möglich. Mentor des Projekts ist Bundeswirtschaftsminister a. D. Dr. h. c. Wolfgang Clement. Die wissenschaftliche Leitung von „Top Job“ liegt bei Prof. Dr. Heike Bruch, Professorin und Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen.