BÄKO-magazin

Führungswechsel in Sachsen steht bevor

Bei den Neuwahlen des Landesobermeisters und des Vorstands des LIV Saxonia wird sich LOM Michael Wippler im Mai nicht der Wiederwahl stellen.

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen des Landesobermeisters und des Vorstandes des Landesinnungsverbandes Saxonia des Bäckerhandwerks Sachsen wird sich LOM Michael Wippler im Mai 2011 in Leipzig nicht der Wiederwahl stellen.

 

Konkrete Bewerbungen liegen vor

„Das ginge schon deshalb nicht, weil mit der vor drei Jahren vollzogenen Satzungsänderung die Amtszeit für das Ehrenamt begrenzt worden war, womit ich jetzt sozusagen das ,Verfallsdatum‘ erreicht habe“, erläuterte er auf der Herbst-Obermeister-Tagung in Dresden. Er unterbreitete den Vertretern der 27 sächsischen Bäckerinnungen den Vorschlag des Geschäftsführenden Vorstandes, den bisherigen Stellvertreter Roland Ermer (Bernsdorf) am 15. Mai 2011 zum Landesobermeister zu wählen. Als 1. und 2. Stellvertreter bewerben sich Gunter Weißbach (Stollberg) und Matthias Brade (Riesa). Für den frei werdenden Platz im geschäftsführenden Vorstand will Frieder Franke aus Torgau antreten.

 

Die Obermeister können auf den Frühjahrsversammlungen ihrer Innungen über diese Vorschläge des Vorstandes beraten und bis zur Frühjahrs-Beratung der Obermeister am 14. März auch eigene Anregungen und Vorschläge für die Wahl-Mitgliederversammlung im Mai einbringen.

 

Bäcker auf höchster Ebene

Aus der anstehenden Neuwahl wird der Landesinnungsverband Saxonia auf jeden Fall gestärkt hervorgehen, betonte Michael Wippler, der seine Ehrenämter innerhalb der BÄKO-Organisation sowie im Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks weiterhin ausüben und darüber hinaus auch auf europäischer Ebene präsent sein wird. „Roland Ermer ist im kommenden Jahr als Kandidat für die Wahl zum Präsidenten des Sächsischen Handwerkstages vorgesehen, womit er für die Belange aller Handwerksbetriebe im Freistaat Sachsen eintreten würde – und bei diesem obersten Handwerksmeister sollte es sich schon um einen Landesobermeister seines Gewerks handeln.“

 

Bäckermeister Roland Ermer verwies auf die „sehr großen Schuhe“, in die er sowohl im Landesverband als auch im Sächsischen Handwerkstag schlüpfen wird, um sie möglichst schnell und auch gut auszufüllen. „Und es erfüllt mich auch schon ein wenig mit Stolz, dass ich dann der erste Bäckermeister in der bundesdeutschen Geschichte überhaupt sein würde, der als ranghöchster Handwerker in einem Bundesland für die Interessen aller Gewerke wirken darf.“ Die Voraussetzungen dafür habe er sowohl in den Gesprächen mit Politik und Wirtschaft als auch mit Umstrukturierungen in seinem eigenen Handwerksbetrieb geschaffen.