BÄKO-magazin

Institute senken Konjunkturprognose

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten im laufenden Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Deutschland von 1,8%.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten im laufenden Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Deutschland von 1,8%. Das geht aus dem Frühjahrsgutachten hervor, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. In ihrem Herbstgutachten hatten die Institute noch +2,2% vorausgesagt. 2009 rechnen die Institute mit einem Wachstum von 1,4%.In Deutschland sei die wirtschaftliche Lage bis zum Frühjahr 2008 trotz einer Reihe widriger Einflüsse nach Einschätzung der Konjunkturexperten „günstig geblieben“. Die Konjunktur dürfte mit viel Schwung in das Jahr gestartet sein. Dies sei bemerkenswert angesichts der zahlreichen negativen Schocks, die in jüngster Zeit aufgetreten seien. Namentlich nennen die Forscher die kräftige Aufwertung des Euros, die massive Verteuerung von Erdöl und Nahrungsmitteln sowie die Folgen der US-Immobilienkrise.Wirtschaft trotzt Widrigkeiten „Offenbar ist die deutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahren robuster geworden“, heißt es im Gutachten. Die Gefahr einer Rezession sei deshalb geringer. Darüber hinaus habe sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert.Für eine positive Grundtendenz der Konjunktur spreche die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Diese werde sich weiter verbessern, wenn auch weniger dynamisch. Laut Gutachten werden sich im weiteren Verlauf des Jahres allerdings die negativen außenwirtschaftlichen Einflüsse zunehmend bemerkbar machen. Insbesondere die Ausfuhrdynamik werde sich verringern. Dafür werde die Inlandsnachfrage 2008 etwas rascher als im vergangenen Jahr expandieren. Das Bild der wirtschaftlichen Lage werde jedoch durch die hohe Inflation getrübt. Die Forscher gehen von einem Anstieg der Verbraucherpreise von 2,6% im laufenden Jahr und von 1,8% im kommenden Jahr aus.