BÄKO-magazin

Cumarinwerte deutlich gesunken

In einer aktuellen Untersuchung wurde festgestellt, dass der Gehalt an Cumarin in Lebensmitteln deutlich gesunken ist.

In einer aktuellen Untersuchung wurde festgestellt, dass der Gehalt an Cumarin in Lebensmitteln deutlich gesunken ist. Offenbar haben die Hersteller reagiert und ihre Rezepturen verändert. Cornelia Trapp, Chefin der Lebensmitteluntersuchung im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommerns: „Während noch vor zwei Jahren die Frühstückscerealien namhafter Hersteller weit über dem Grenzwert lagen, gab es in diesem Jahr kaum Grund zur Beanstandung.“Cumarin ist ein natürlicher Aroma- und Duftstoff, der außer in Cassia-Zimt zum Beispiel auch in Waldmeister, Steinklee und Tonkabohnen enthalten ist. Er steht im Verdacht, die Leber zu schädigen, wenn bestimmte Werte überschritten werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält wie auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eine tägliche Aufnahmenmenge (TDI-Wert) von 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht für unbedenklich. Bei Lebensmitteln, denen Zimt zugesetzt wird, sollen deshalb bestimmte Höchstmengen eingehalten werden, die in Abhängigkeit vom Lebensmittel und seiner Verzehrmenge unterschiedlich festgelegt sind.Hersteller haben Cumarinwerte reduziertDie aktuellen Untersuchungen im Landesamt MVP (geprüft wurden Milchreis und Pudding, Müsli, Cornflakes, Zimtsterne, Mandelgebäck, aromatisierte Liköre, Zimtgewürz sowie Tee) gaben keinen Grund zur Beanstandung. Nur bei einer Teesorte wurde ein leicht erhöhter Cumaringehalt ermittelt. Besonders kleine Kinder können aufgrund ihres geringen Körpergewichts durch den Verzehr von zimthaltigen Lebensmitteln zu viel Cumarin aufnehmen. Deshalb wird empfohlen: Pro Tag sollten Kinder höchstens entweder vier Zimtsterne à 5,6 g, einen Lebkuchen à 30 g, eine Portion Milchreis à 200 g oder zwei Müsliriegel à 70 g essen.