BÄKO-magazin

Deutsches Obst und Gemüse kaum belastet

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) stellte die „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2007" vor.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) stellte die „Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände 2007" vor.

Ergebnis: Nur 2,7% der aus Deutschland stammenden Obst- und Gemüseproben überschritten die gesetzlichen Höchstgehalte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Bei Waren aus anderen EU-Mitgliedstaaten waren es 5%, bei Obst- und Gemüseproben aus Nicht-EU-Ländern 9,5%.

Höchstgehalte seltener überschritten

Neben Obst und Gemüse werden auch alle anderen Lebensmittel auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. In der Gesamtheit aller 17.700 untersuchten Lebensmittelproben wurden in rund 39% keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Rückstände unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte wurden in 57% der Proben festgestellt. Mit 4,5% sank der Anteil von Proben, die die gesetzlichen Höchstgehalte überschritten gegenüber dem Vorjahr um 0,8%. In diesen Zahlen sind konventionell und ökologisch erzeugte Lebensmittel zusammengefasst.

Öko-Produkte schnitten bestens ab

Bei Blumenkohl, Broccoli, Kartoffeln, Karotten und Bananen wurden in weniger als 1% der Proben die Rückstandshöchstgehalte überschritten. Aubergine, Grünkohl, Rucola, Tee, frische Kräuter und Gurken überschritten hingegen häufiger die gesetzlichen Höchstgehalte. Von den 1394 untersuchten Obst- und Gemüse-Proben aus ökologischem Anbau konnten in rund 83% keine Pflanzenschutzmittelrückstände festgestellt werden, 16% enthielten Rückstände in geringsten Spuren, die in mehr als der Hälfte der Fälle mit bis zu 0,01 Milligramm je Kilo deutlich unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte lagen. Bei 0,9% (13 Proben) wurden die Höchstgehalte überschritten. Insgesamt wiesen Lebensmittel aus ökologischem Landbau damit deutlich seltener und in geringerem Umfang Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf als konventionell erzeugte Lebensmittel.

Proben aus Türkei und Spanien fielen öfter auf

Bei 40 von insgesamt 17.700 untersuchten Proben konnte jedoch auf Grund deutlicher Überschreitungen der Höchstgehalte ein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen hat das BVL die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Überwachungsbehörden der Bundesländer sowie die EU-Kommission und andere Mitgliedstaaten über das Europäische Schnellwarnsystem informiert. Von den 40 Proben mit deutlicher Überschreitung der Höchstgehalte stammte keine aus Deutschland, während 18 Proben in der Türkei und 13 Proben in Spanien ihren Ursprung hatten.