BÄKO-magazin

Stabile Genossenschaften im Südwesten

Nach dem Boomjahr 2008 haben die gewerblichen Genossenschaften in Baden-Württemberg, darunter die BÄKO-Zentrale Süddeutschland, ihren Umsatz im Krisenjahr 2009 behauptet.

Nach dem Boomjahr 2008 haben die gewerblichen Genossenschaften in Baden-Württemberg ihren Umsatz im Krisenjahr 2009 behauptet. Die 140 gewerblichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften im Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband, darunter die BÄKO-Zentrale Süddeutschland eG, Ladenburg, setzten 4,7 Mrd. Euro (+0,6%) um.

 

Profitiert vom guten Konsumklima

„Das anhaltend gute Konsumklima ist unseren Genossenschaften zugute gekommen“, erläuterte Präsident Gerhard Roßwog vom Baden-Württem-bergischen Genossenschaftsverband, „obwohl die Wirtschaftsleistung in Deutschland massiv eingebrochen ist.“ Dies drückt sich im kräftigen Wachstum der beiden größten gewerblichen Genossenschaften in Baden-Württemberg aus: Die Euronics Deutschland eG in Ditzingen setzte mit 1,7 Mrd. Euro 2,9% mehr um als im Vorjahr, die Intersport Deutschland eG, Heilbronn, erhöhte ihr Wachstumstempo 2009 sogar noch und erwirtschaftete mit 820 Mio. Euro ein Plus von 7,7%. Die Euronics profitierte von ihrer klaren Positionierung im Qualitätssegment und der Betonung ihrer Marke. Die Intersport wuchs doppelt so schnell wie der Markt.

 

Auf die 16 Genossenschaften des Handels entfallen 58% des Gruppenumsatzes. Zu den 25 Genossenschaften des Handwerks zählen die Genossenschaften des Nahrungsmittelhandwerks sowie des Bauhandwerks und verwandter Branchen. Auf sie entfallen 35% des Gruppenumsatzes. Die Mehrzahl der gewerblichen Genossenschaften sind die 72 Dienstleistungsgenossenschaften. Sie machen nur ein gutes Prozent des Umsatzes aus; bei ihnen steht die Dienstleistungsfunktion gegenüber den Mitgliedern im Vordergrund.