BÄKO-magazin

Nach oben deutende Entwicklung

In diesem Jahr will die BÄKO Düsseldorf besonders hoch hinaus und veranstaltete die Generalversammlung schon mal in 170 m Höhe:

In diesem Jahr will die BÄKO Düsseldorf besonders hoch hinaus und veranstaltete die Generalversammlung schon mal in 170 m Höhe: Geschäftsführer Wilmko Schmehl hieß die Mitglieder im Düsseldorfer Rheinturm willkommen und berichtete über eine positive Jahresbilanz im Geschäftsjahr 2007.Sowohl der Gesamtumsatz als auch die verkauften Mengen konnten im Vergleich zu 2006 gesteigert werden: Der Umsatz erhöhte sich um 10% auf 67,3 Mio. Euro. Rechnet man die massiven Preissteigerungen des vergangenen Jahres ab, bleibt real ein Plus von 3%.Im Einzelnen Die Bilanzsumme wuchs auf 12,3 Mio. Euro (Vj.: 12 Mio.), das Anlagevermögen beläuft sich auf 2,9 Mio. Euro (Vj. 2,7 Mio.). Eigenkapital besitzt die BÄKO 8,5 Mio. Euro bei einer leicht rückläufigen Quote von 69,3% (–0,9%), der Rücklagenanteil daran stieg auf 82% (+2%). Die betrieblichen Erträge summierten sich auf 6,9 Mio. Euro (Vj.: 6,7), die Aufwendungen blieben mit 5,8 Mio. Euro annähernd gleich. Die Kundenboni standen mit 1 Mio Euro zu Buche.Konzentration auf die BÄKO Zugleich bedeutet der Umsatzzuwachs, dass sich erfreulicher Weise die Düsseldorfer Kunden auf ihre BÄKO konzentriert haben. Der Abschmelzungsprozess jedoch schreitet weiter voran.Aufgrund strukturell- und altersbedingter Betriebsschließungen und wenigen Insolvenzen reduzierte sich die Mitgliederzahl um 28 backende Kunden auf 389 Mitglieder (–6,7%). „Wir müssen dem ins Auge sehen, dass der Abschmelzungsprozess noch weitergeht“, stellte Schmehl fest.Strukturwandel Der Strukturwandel führt weiterhin dazu, dass immer weniger Bäckereien bei gleich bleibender Filialzahl einen konstanten Backwarenausstoß erzielen. Gerade in solch einer Situation zahlt es sich aus, Mitglied einer soliden Warengenossenschaft zu sein. Deren Ertrag aus dem operativen Geschäft kommt den angeschlossenen Kunden in Form von Sonderboni zugute.In den einzelnen Warengruppen gab es, auch bedingt durch die Preisexplosion, teils große Zuwächse. Waren 2006 z.B. noch ausreichend Lagerbestände für Molkereiprodukte vorhanden, über die sich die BÄKO Düsseldorf eindecken konnte, sind diese nun aufgebraucht, was sich aufgrund hoher Nachfrage jetzt voll auf den Preis durchschlägt.Preissteigerungen abgefedert „Wir haben alle Möglichkeiten genutzt, um die Preissteigerungen für unsere Mitglieder abzufedern. Unsere wichtigste Aufgabe ist und bleibt die Versorgung der Bäcker und Konditoren mit Rohstoffen wie Mehl, Zucker und Salz zu marktgerechten Preisen zu sichern“, führte Schmehl aus.Die Preissteigerungen betrugen bei Mehl 21%, Rohstoffen 5,5%, Frisch-/TK-Ware 15,7% und Verpackung 2%.Zertifizierung Erfolgreich läuft auch die Umstellung von Fahrverkauf auf telefonische Bestellung, die ihren Teil zur Umsatzsteigerung beitrug. Eine weitere Verbesserung der Geschäftsprozesse dürfte die erfolgreiche DIN EN ISO 9001:2000-Zertifizierung bringen. So soll in diesem Zusammenhang z.B. die Buchhaltung analysiert und dokumentiert werden.Durch Wärmeisolierung der Gebäude und einem neuen Kühlsystem für die Frischdienstkommissionierung wurden logistische Arbeitsabläufe verbessert. Die Kühlkette wird jetzt vom Kühllager bis zu den Fahrzeugen permanent überwacht.Neubauten Anstehende Investitionen betreffen ein neues Rohstofflager und ein TK-Lager auf dem Gelände der BÄKO. „Momentan sind wir in der Planungsphase“, äußerte sich dazu Schmehl.DGRV-Prüfer Siegfried Werner gratulierte zu dem Ergebnis und attestierte der BÄKO Düsseldorf eine ordnungsgemäße Geschäftsführung.10%-ige Dividende Unter dem Strich blieb ein Jahresüberschuss von 300.191 Euro. Vom Bilanzgewinn geht nach Einstellung in Rücklagen (80 Tsd. Euro) und andere Ergebnisrücklagen (91.471 Euro) eine 10%-ige Dividende (128.719 Euro) an die Mitglieder.Einstimmig fiel danach das Votum der Stimmberechtigten aus: Feststellung und Verwendung des Bilanzgewinns, Entlastung von Vorstand und ARV sowie die Wiederwahl der AR-Mitglieder Michael Tönnissen, Rudolf Weißert und ARV Frank Westerhorstmann-Bachhausen lief ohne Gegenstimmen und Enthaltungen ab.Die ersten Monate des Geschäftsjahrs 2008 liegt die BÄKO Düsseldorf dem Vernehmen nach „gut im Plan“.