BÄKO-magazin

Synergieeffekte bereits erkennbar

Bereits bei ihrer ersten Generalversammlung konnte die BÄKO Mitteldeutschland, die 2009 aus den BÄKOs Süd-Mitteldeutschland und Leipzig-Halle entstanden war, eine positive Bilanz der Fusion ziehen.

Bereits bei ihrer ersten Generalversammlung konnte die BÄKO Mitteldeutschland, die 2009 aus den BÄKOs Süd-Mitteldeutschland und Leipzig-Halle entstanden war, eine positive Bilanz der Fusion ziehen. „Die Synergieeffekte sind ganz genau nachzuweisen“, erläuterte Vorstand Ben Hartmann in seinem Geschäftsbericht, „denn trotz der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten wir im Vorjahr ein preisbereinigtes Umsatzplus von 1,3% erzielen.“ Noch besser sieht die Entwicklung in den ersten fünf Monaten dieses Jahres aus, denn in diesem Zeitraum verzeichnet die Genossenschaft einen Umsatzzuwachs von 4,4%.

 

Zunächst jedoch gestaltete sich die organisatorische Eingliederung der BÄKO Leipzig-Halle sehr aufwendig: Zum Jahresende wurde in beiden Häusern eine einheitliche Software eingesetzt, die Arbeitsabläufe wurden optimiert. In der Tourenplanung konnte dank erheblicher Investitionen in den Fuhrpark – Umstellung auf Kombifahrzeuge – von zehn auf sieben Touren reduziert werden. Nach diesen Investitionen in Höhe von 550 Tsd. Euro wird nun ein Anbau mit Unterfahrrampen für eine halbe Mio. Euro geplant, mit dem der Standort Krostitz weiter zu einem modernen Logistikzentrum für Leipzig und Umgebung gestärkt wird.

 

Die 100-Millionen-Euro-Umsatz-Marke hätte die Genossenschaft gern „geknackt“, jedoch standen dafür zwei Hürden im Weg: Zunächst wurde die Umsatzentwicklung erheblich von der Übernahme des Warengeschäftes der BÄKO Leipzig-Halle beeinflusst, wobei bereits 2008 Umsätze zwischen beiden Unternehmen getätigt wurden und die Vorjahreszahlen deshalb nur eingeschränkt vergleichbar sind. Zum anderen machte der – für das backende Handwerk günstige – enorme Preisverfall bei Rohstoffen, vor allem bei Mehl und im Frischdienst einen dicken Strich durch die Rechnung.

 

Partnerschaftliche Bilanz

Für die 667 Mitglieder fällt die Bilanz jedenfalls erfreulich aus, denn sie können sich für das Geschäftsjahr 2009 über Gesamtausschüttungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro freuen. Allein die einstimmig beschlossene Dividende in Höhe von 6% macht 321,8 Tsd. Euro aus, hinzu kommen Aktionsrabatte sowie die Warenrückvergütung in Höhe von 1,2% auf alle getätigten Umsätze. „Wenn sich zwei Partner zusammentun, die ihr Geschäft verstehen, kommt dabei zumeist etwas Gutes heraus“, fasste ARV Günter Weißbach das Geschäftsjahr 2009 zusammen.

 

Die AR-Mitglieder BM Meino Bayer, Roland Haase, Thomas Kreißl, Jürgen Hübner und KM Jürgen Händel wurden im Amt ebenso bestätigt wie BM Günter Weißbach als ARV. Aus diesem Gremium wurden die Bäckermeister Lutz Tannert (Halle) und Günter Hempel (Greiz) herzlich verabschiedet. Abschließend dankte Dirk Lehnhoff Direktor Dieter Holzhausen, der Ende Juni altersgemäß aus dem Vorstand ausscheiden wird, für dessen 27-jähriges Engagement für die Interessen des Bäcker- und Konditorenhandwerks in der damaligen ELG Leipzig und in der späteren BÄKO Leipzig-Halle. Er zeichnete Dieter Holzhausen mit der DGRV-Ehrennadel in Silber aus. Diese hohe Ehrung wurde auch Günter Hempel und Lutz Tannert zuteil.

 

Kennzahlen 2009

Umsatz: 91,5 Mio. Euro (–5,1%)

Bilanzgewinn: 448,2 Tsd. Euro

Dividende: 6% (312,8 Tsd. Euro)

Eigenkapitalquote: 57,7%

Mitglieder: 669 (–7)