BÄKO-magazin

Brillanter BÄKO-Workshop an der Elbe

Der 21. BÄKO-Workshop, der vom 8. bis 10. November im Grand Elysee in Hamburg stattfand, konnte nahtlos an die erfolgreiche Vorjahresveranstaltung in Berlin anknüpfen.

Der 21. BÄKO-Workshop, der vom 8. bis 10. November im Grand Elysee in Hamburg stattfand, konnte nahtlos an die erfolgreiche Vorjahresveranstaltung in Berlin anknüpfen.

Holger Knieling, geschäftsführender Vorstand der BÄKO-Zentrale Süd, und Peter Becker, ARV der BÄKO Marken- und Service eG, konnten zur 21. Auflage dieses Branchenkongresses mehr als 420 Teilnehmer im Grand Elysee in Hamburg begrüßen. Für den diesjährigen Workshop hatten die Veranstalter das Thema „Wasser und Brot ...“ gewählt.

 

Calmund mit brillantem Vortrag

Gleich zum Auftakt erwartete die Teilnehmer ein Highlight: der ehemalige Fußballmanager Reiner Calmund plauderte aus dem Nähkästchen und machte deutlich, dass es weder im Fußball noch in der Wirtschaft ohne die „Zutat Leidenschaft“ geht. Der „Fußballbekloppte“ (Eigeneinschätzung) sprach – wie angekündigt – „frei Schnauze“ und hatte damit immer wieder die Lacher auf seiner Seite.

 

Astrophysiker Dr. Dirk Soltau hatte es schwer nach diesem brillanten Vortrag, doch er meisterte diese Aufgabe mit Bravour und gab eine „Nachhilfestunde“ in Sachen Physik. „Ehe ich mich wundere, glaube ich es nicht“, so sein Thema – ebenso erging es nicht wenigen Zuhörern im Saal. Der erste Wokshop-Tag endete mit einem Hamburger Kommunikationsbuffet unter dem Motto „Snacken und Schnacken an der Waterkant“.

 

Tageszeitenbäckerei – ein hochinteressantes Thema

Am Vormittag des zweiten Workshop-Tages stand das Thema „Die Tageszeitenbäckerei“ auf dem Programm. Zunächst präsentierte Jochen Pinsker, Senior Vice President Foodservice Europe von The NPD-Group Inc., die neuesten Zahlen zum Außer-Haus-Markt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, und zeiget auf, wo es noch Potenziale für Bäcker gibt (z.B. in den Abendstunden). Bernd Kütscher, Direktor der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk, zeigte im Anschluss anhand zahlreicher Beispiele auf, dass es Bäcker gibt, die in diesem Marktsegment erfolgreich sind.

 

Rainer Pastätter, Director Operations der Heinritzi Betriebs GmbH (Franchisenehmer von McDonalds) erläuterte, dass die Burgerkette ihren Anteil im Frühstücksmarkt erheblich ausbauen will. Er sieht für sein Unternehmen und das Bäckerhandwerk noch erhebliche Potenziale. Dieses Thema wurde in einer Podiumsdiskussion mit Dr. Gerhard Bosselmann (Bosselmann Landbäckerei Langenhagen), Lorenz Schulz (Backeria, Büdelsdorf) und Michael Wippler (Bäckerei Wippler, Dresden) weiter vertieft.

 

Handwerk aus verschiedenen Sichtweisen

Christine Ax, Handwerksforscherin vom Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften, bezeichnete in ihren philosophischen Betrachtungen das Handwerk als Gegenentwurf zu Globalisierung und Billigproduktion. „Im Herzen Handwerker, im Kopf Unternehmer“, so das Thema von Carl-Heiner Schmid. Der Malermeister zeigte auf, wie er mit System, Wissen und Querdenken eines der größten Handwerksunternehmen aufgebaut hat.

Anschließend wurden wieder die Lachmuskeln strapaziert: Der „professionelle Mutmacher“ Johannes Warth ermutigte Führungskräfte und Chefs und gab ihnen Handlungsanweisungen, wie sie im 21. Jahrhundert mit ihren Unternehmen überleben können.

 

Der zweite Tag endete mit mehreren Städtetouren, bei denen die einzigartige Vielfalt Hamburgs aufgezeigt wurde, und einem hanseatischen Festmenü.

 

Raubbau am kostbaren Gut Wasser

Auf das Thema Wasser richtete sich der Fokus am dritten Tag. Meeresforscher Prof. Dr. Mojib Latif zeigte auf, dass der globale Wassermangel eines der drängendsten Probleme der Menschheit ist und dass dies auch Auswirkungen auf das backende Handwerk haben kann. Dr. Eckhardt Sinzig (Herzberger Bäckerei, Fulda) und Dr. Alexander Beck (Märkisches Landbrot, Berlin) erläuterten, wie sie in ihren betrieben Wasser für eine bessere Qualität der Backwaren aufbereiten.

 

Einen glänzenden Schlusspunkt des Workshops setzte Management-Vordenkerin Anja Förster mit ihrem Referat „Spuren statt Staub“. Sie präsentierte Strategien wie Unternehmen durch Kreativität und Innovationen Spuren hinterlassen.