BÄKO-magazin

Fernsehtipps der Woche

Sonntag, 21. Januar 2018

Leben ohne Plastik?

Wie verschickt man Müsli ohne den herkömmlichen Plastikbeutel? Franzi Geese und drei Mitstreiter wollen das schaffen. Während im Supermarkt alles immer aufwändiger und oft doppelt und dreifach in Plastik eingepackt ist, wollen die Existenzgründer in Frankfurt mit ihrem Start-up „gramm.genau“ einen Online-Lebensmittelversand mit plastikfreien Verpackungen aufziehen. Sie haben den Müllbergen der Wohlstandsgesellschaft den Kampf angesagt. Doch was lässt sich am besten plastikfrei verkaufen und dann noch mit dem Lastenfahrrad zum Kunden transportieren? Ist ein Online-Geschäft in dieser Branche sinnvoll und überhaupt machbar? Oder wollen die Kunden lieber im Laden beraten werden?
Während die vier testen und tüfteln, experimentiert auch Familie Thee mit einem ökologischen Leben. Das Ehepaar mit drei Kindern will Plastik möglichst meiden. Einkaufen ohne Verpackung bei den Existenzgründern von gramm.genau macht ihnen Spaß, aber Waschmittel selbst anrühren ist dann doch schon ziemlich aufwändig. Mit weniger Müll wollen sie die Welt verbessern, aber das ist schwieriger als gedacht. Konsequent plastikfrei zu leben bringt alle an Grenzen – die Existenzgründer und ihre Kunden.

21:00 Uhr
tagesschau24

Unser Honig - Geliebt und gefährdet

Der Honig: rein, natürlich und gesund - die goldene Gabe der Natur. Kaum ein anderes Lebensmittel genießt in Deutschland einen derart guten Ruf, und nirgendwo sonst wird so viel Honig verzehrt wie hierzulande: durchschnittlich um die 1,1 Kilo pro Kopf und Jahr. Doch die Nachfrage ist erheblich größer als das Angebot der einheimischen Imker. Aber den Imkern und ihren Bienenvölkern drohen zusätzliche Schwierigkeiten: Probleme, die bislang noch wenig Aufmerksamkeit erregten und jetzt wie ein Damoklesschwert über der Honigindustrie schweben. Woher kommt also unser Honig? Wie rein ist er tatsächlich? Und wie gesund?

Montag, 22. Januar 2018

Im Bauch von Palermo Der Ballarò-Markt

Für alle, die es eilig haben, hält der Konditor auf dem Marktplatz von Palermo eine Cassatina bereit, eine Mini-Form des Traditionskuchens für den direkten Genuss.

WISO-Tipp: Weniger Salz essen So geht's

Salz macht süchtig. Und wer von Kindesbeinen an ständig zu salzreich isst, bekommt im Alter die Quittung dafür. Die meisten Wissenschaftler sind sich einig: Dauerhaft zu viel Salz im Essen kann das Leben verkürzen. Das Risiko für Bluthochdruck steigt. Mögliche Folgen: Schlaganfall, Herzinfarkt. Deshalb rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, Erwachsenen, nicht mehr als sechs Gramm Salz am Tag zu verzehren. Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, geht noch weiter. Sie empfiehlt eine Tagesdosis von höchstens fünf Gramm.
Tatsächlich nehmen Männer und Frauen Tag für Tag deutlich mehr Salz zu sich. Das meiste davon unbemerkt, denn es steckt in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Käse oder Brot. Sogar Süßigkeiten und Gebäck sind oft stark gesalzen. Die schlimmsten Salzfallen sind Fertiggerichte wie Pizza, Suppen und Co.
Wie lässt sich Salz im Alltag reduzieren? WISO erklärt, wie man versteckte Salze auf den Zutatenlisten von Lebensmitteln erkennen kann, welche Produkte nahezu salzfrei sind und welche Alternativen es gibt, um Speisen trotzdem ansprechend zu würzen.

Gesund essen – aber wie?

Die Supermärkte quellen über. Immer reichhaltiger, immer vielfältiger wird das Angebot an Lebensmitteln. Aber was tut der Gesundheit wirklich gut? Dass zu viel Fett und zu viel Zucker in der Ernährung Schaden anrichten können, ist längst bekannt. Aber welche Art von Kohlenhydraten ist vorteilhaft, welche eher bedenklich? Welche Eiweiße sind gut für den Körper und welche Fette?
Wir begleiten eine junge Lehrerin bei ihrer Suche nach dem besten Essen und unternehmen eine Reise zu diversen Instituten der Ernährungsforschung. Klar wird dabei: Man muss schon sorgfältig auswählen, wenn man sich qualitativ hochwertig ernähren will. Aber es lohnt sich. Der Film stellt Patienten vor, die durch eine Umstellung ihrer Ernährung Allergien, Hautausschläge und Reizdarmprobleme losgeworden sind.

Freitag, 26. Januar 2018

Die Lebensmittel-Mafia

Organisierte Kriminelle haben ein neues Geschäftsfeld gefunden: gefälschte Lebensmittel. Die Dokumentation von Thomas G. Becker wirft einen Blick auf die Lebensmittel-Mafia.
Alles, was einen guten Namen und einen hohen Preis hat, wird gepanscht: Mozzarella, Schinken, Olivenöl, Balsamico, Spirituosen. Dabei schrecken die Täter vor nichts zurück: Vergiftungen und sogar der Tod von Konsumenten werden billigend in Kauf genommen.

ZDFzeit:Deutschlands große Clans: Die Tchibo-Story

Statistisch gesehen trägt heute jede zweite Deutsche einen BH, jeder vierte Deutsche eine Unterhose von Tchibo. Die Marke steht schon lange nicht nur für Kaffee, sondern für vieles andere mehr.
Es ist eines der größten deutschen Einzelhandels- und Konsumgüterunternehmen, das längst auch international tätig ist. Doch nur wenigen ist bekannt, dass es eine Familie namens Herz gibt, die hinter dem Konzern steht und dabei völlig zerstritten ist.
Begonnen hat alles mit dem Hanseaten Max Herz, der schon in den 20er Jahren in der Hamburger Speicherstadt "in Kaffee machte". Der gelernte Rohkaffeehändler stellte nach der Weltwirtschaftskrise die Importfirma seines Vaters Walter Herz wieder auf die Beine. Die Geschäftskontakte des 1905 geborenen Max überstanden den Krieg und waren nun "Gold wert". Gemeinsam mit dem armenischstämmigen Geschäftspartner Carl Tchilling-Hiryan gründete er 1949 das zukunftsträchtige Unternehmen. Vom Partner, der wenig später wieder ausstieg, blieb nur der Namensteil "Tchi", der zusammen mit der Silbe "bo" aus "Bohne" den ungewöhnlichen Firmennamen ergab.
Max Herz, die Gründerfigur, war ein Patriarch, wie er im Buche steht: ein hanseatischer Kaufmann, mit Ideen und Spleens, die Wirtschaftsgeschichte schreiben sollten. Der Film beschreibt neben dem Aufstieg des Familienunternehmens Tchibo den erbitterten Kampf um den Kaffeemarkt, bei dem sich Herz vor allem mit seinem Konkurrenten Jacobs aus Bremen so manche Schlacht lieferte.
1965 starb der Patriarch Max Herz überraschend an einem Herzinfarkt. In seinem Testament bestimmte er, dass "zwei seiner fähigsten Jungen" die Firma übernehmen sollten - aber wen meinte er damit? Günter, Joachim, Michael oder Wolfgang? Und was ist mit der Jüngsten, Daniela?
Eine Fehde unter den Geschwistern entbrennt, die zunächst Günter Herz für sich gewinnen kann. Als neuer Tchibo-Chef macht er das Unternehmen zu einem Versandhändler mit 800 Filialen und 20.000 Depots bei Bäckereien und Supermärkten, schluckt den Konkurrenten Eduscho und erreicht bald vier Milliarden Euro Umsatz und zahlreiche lukrative Beteiligungen. Doch Günter, der zwar das kaufmännische Geschick seines Vaters, nicht aber dessen Charme geerbt hat, ist nicht unumstritten. 2001 geht der Familienstreit in die nächste Runde, Günter und Daniela Herz werden mit vier Milliarden Euro ausbezahlt.
Nach dem tragischen Tod Joachims - er wird beim Baden von einer Schiffsschraube erfasst - übernehmen Michael und Wolfgang gemeinsam die Geschäfte in ihrer Norderstedter Holding. Den Autoren ist gelungen, viele unbekannte Aufnahmen, darunter einen bislang ungezeigten Film über Max Herz, zusammenzutragen. Aber auch alte Werbefilme aus der "Wirtschaftswunderzeit" sowie den 60er und 70er Jahren, an die sich viele Zuschauer noch erinnern werden, machen das Firmen- und Familienporträt zu einem unterhaltsamen und spannenden Bilderbogen der Zeitgeschichte.

Samstag, 27. Januar 2018

Hessische Traditionsgerichte

Die einfachen guten alten Rezepte sind oft am besten. In Willingshausen in der Schwalm gibt es ein ländliches Gasthaus, in dem mehrmals in der Woche der frische knusprige "Platz" aus dem Backofen auf den Tisch kommt. Der Boden der Spezialität besteht aus Brotteig, der Belag ist kräftig und nahrhaft.

Sonntag, 28. Januar 2018

herzhaft & süß

In der Sendung zeigen die Konditormeisterin Angelika Schwalber und der Sternekoch Alfons Schuhbeck raffinierte Back- und Kochkreationen.

Unter unserem Himmel

Früher waren die Tage, an denen es in Südtirol Krapfen gab, festgelegt. Es waren meistens Festtage, in den westlichen Tälern Südtirols gab es zum Beispiel sechzehn Krapfentage. Im Ultental gab es nur zwei Krapfentage und man kannte nur eine Art von Krapfen: die süßen Mohnkrapfen. Diese haben es aber in sich, denn die Ultener bauen für diese Spezialität auch den Mohn selber an und haben sogar einen eigenen Samen, der auf den Höfen schon seit vielen Generationen gesät wird. Das Tirtl ist eine Spezialität des Puster- und Eisacktals. Tirtlen gibt es mit verschiedenen Füllungen - mit Kartoffeln, Topfen, Spinat oder Sauerkraut.
Der Filmautor zeigt die Kahn-Wirtin aus Gsies und ihre zwei Schwestern beim Tirtlen-Backen. Etwas ganz Besonderes sind die Pustertaler Kirchtagskrapfen. Das sind aufgeblähte hohle Sauerteigkrapfen. Sie sehen aus wie große, längliche Luftballons und sie so toll hinzubekommen, wie es der Terentner Bäuerin Elisabeth Pichler gelingt, ist eine Kunst. Für ihren Almabtrieb in Pfunders backen die Eggerbäuerin und ihre Tochter gleich drei Tage lang Krapfen. Da gibt's dann fünf Sorten Krapfen und von jeder Sorte sehr viele. Denn an dem schönsten Tag im Bauernjahr lassen sich die Eggerbauern nicht lumpen. Es gibt Schotteplattlen und Mogane, es gibt saure Krapfen und süße.