BÄKO-magazin
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Volle TRANSPARENZ zeigen

Die Begriffe „Frontcooking“ oder „Frontbaking“ sind bereits in aller Munde. Jeder Kunde kann etwas damit anfangen und hat es im Urlaub, im Restaurant oder seiner Bäckerei schon häufiger wahrgenommen oder genossen. Da liegt das Frontsnacking – auch für den SnäckerMeister - auf der Hand.

In Zeiten von Lebensmittelskandalen, dem vermehrten Wunsch der Verbraucher nach mehr Frische, mehr Transparenz bei der Zubereitung der Speisen und dem Erlebnis ist die Zubereitung von Speisen vor den Augen der Kunden eine optimale Lösung. Der Kunde bekommt ein perfektes dreidimensionales Erlebnis geboten – er kann riechen, schmecken und erleben, wie sein Snack zubereitet wird. „Auch im Snackbereich einer Bäckerei kann eine solche Zubereitungsvariante durchaus sinnvoll sein, passt aber wiederum nicht zu jedem Konzept und jedem Standort“, weiß Michael Nemeyer, Fachberater bei Vandemoortele.

Kompetenz, Handeln und emotionales Präsentieren
Fachliche Kompetenz, wirtschaftliches Handeln und emotionales Präsentieren sind die zentralen Frontsnacking-Säulen. Damit sorgt Frontsnacking für Kundenbindung und unterstützt das Wertschöpfungsmanagement. Das Thema „Hygiene“ ist gerade beim Frontsnacking besonders wichtig, denn Transparenz bedeutet auch, dass nun ganz genau hingeschaut wird!

Die Präsentation soll ästhetisch anzusehen sein – und dabei spielt neben dem respektvollen Umgang mit den Lebensmitteln und den Kunden eine hygienische Arbeitsweise die entscheidende Rolle. Ein sauberer und strukturierter Arbeitsplatz, die Entnahme von vorbereiteten Lebensmitteln mit geeigneten kleinen Küchenhelfern, das hygienische Schneiden und Belegen sowie die Personalhygiene sind dabei besonders wichtig. Die nahezu tägliche Präsenz von Fernsehköchen, die Frontcooking betreiben und amerikanische Ketten, die das Konzept auch für Snacks umgewandelt haben, heizen auch den Frontsnacking-Trend weiter an. Kunden scheint es ein großes Bedürfnis zu sein, Bäckern, Köchen oder Verkaufsmitarbeitern bei der Arbeit auf die Finger zu schauen. Doch Vorsicht: Was im TV und bei großen Ketten so einfach aussieht, kann sich in den eigenen Handwerksfilialen bei falscher Vorbereitung schnell zum Desaster entwickeln. So gilt es beispielsweise lange Schlangen vor der Theke, rauchende Backöfen oder Grille, gestresste Kollegen und genervte Gäste zu vermeiden. Unmotivierte Mitarbeiter und wartende Kunden sind Indizien dafür, dass dem Handwerkbäcker bei der Konzeption des Frontsnacking-Systems Fehler unterlaufen sind. Diesen Fehlern will der SnäckerMeister vorbeugen!

Vandemoortele Models with bread
Ein Biss in den personalisierten Baguette-Snack vermittelt den zufriedenen Damen ein „Nur-für-mich“-Gefühl – besondere Snacks für besondere Kunden!

Konzept, Logistik und Arbeitsweise müssen stimmen

Zehn Fehler, die es beim Frontsnacking unbedingt zu vermeiden gilt, damit die Snackshow vor dem Gast in der Filiale oder bei einem Event, wie auf dem Markt oder bei (Stadt-)Festen, wirklich zum Erlebnis wird:

Fehler 1: Unpassendes Konzept
„Das Konzept muss zum Stil der eigenen Bäckerei passen“, sagt Experte Nemeyer. In einer regionalen oder ländlichen Bäckerei mit eher älterem Publikum passen Superfood-Snacks nicht. Oft wird hier übersehen, dass an der Front mit dem gleichen Anspruch wie in der Backstube gebacken und gesnackt wird bzw. Snacks zubereitet werden. Das kann schief gehen, denn auf engstem Platz ist die Anzahl der realisierbaren Arbeitsschritte und der Snackkomponenten beschränkt. Wer sich zu viel vornimmt, produziert vor allem eines: Warteschlangen.

Fehler 2: Nicht funktionierende Technik
Fast jeder Technikhersteller hat auch Equipment für die Filiale in seinem Portfolio. Denn die Einsatzbereiche von Backstube und Frontsnacking in der Filiale unterscheiden sich erheblich. Leistungsfähige Technik hilft bei der schnellen Zubereitung der Snacks. Ein Kontaktgrill und ein kleiner Ofen können bei der Zubereitung von warmen Snacks hilfreich sein, denn vor allem die warmen Snacks vermitteln Wertigkeit. Michael Nemeyer rät dazu: „Wichtig ist, dass die Hardware ständig einsatzbereit und auf Betriebstemperatur ist, denn so werden lange Wartezeiten für die Kunden vermieden.“

Fehler 3: Schlechte Logistik und lange Arbeitswege
„Während der Ausgabe hat der Mitarbeiter, der die Snacks frisch zubereitet, keine Zeit, um im Kühlschrank neue Belegware, z. B. frischen Salat, Gemüse oder Wurst und Käse, zu holen“, erläutert Nemeyer. Dafür müssen Springer bzw. anderes Verkaufspersonal eingeteilt sein, die den Nachschub an der Front sichern. Nichts ist schlimmer als eine verwaiste Snackstation, an der die Kunden auf die Rückkehr des Filialmitarbeiters warten. Wichtig sind auch ausreichend bemessene Abstell- und Anrichteflächen. 

 

 

Fehler 4: Undefinierte Prozesse
Frontsnacking kann zur Show werden, daher werden – bis auf wenige Ausnahmen – alle Komponenten eines Snacks nur noch „gefinished“, also abschließend zubereitet. Man sollte nicht mit dem Anspruch, alles frisch vor den Augen der Kunden zuzubereiten, Frontsnacking-Konzepte umsetzen. Konkret heißt das: Belegware ist fertig (Tomaten, Zwiebeln, Gurken sind geschnitten und vorbereitet), Salat ist geputzt, Fleisch (z. B. Pattys für einen Bäckerburger, Hähnchen oder Schnitzel) ist vorgegart und wird nur noch vor dem Kunden in einem Kontaktgrill erwärmt. Je größer das Snackevent, wie mit einem Bäckerstand auf einem Sommerfest, Weihnachtsmarkt oder die Nachfrage in den einzelnen Filialen, desto konsequenter müssen die Prozesse aufeinander abgestimmt sein. Erst in der Praxis wird deutlich, wo es hakt und ob die Kapazitäten ausreichen, die Technik funktioniert und wo das Equipment bzw. Zubehör den richtigen Platz findet.

Fehler 5: Fehlende Hygiene
Extrem wichtig ist das saubere Arbeiten, weil die Bäckerkunden – vor allem, wenn sie in der Schlange stehen – nichts anderes zu tun haben, als den Verkaufsmitarbeiter bzw. den Mitarbeitern, die den Snack zubereiten, auf die Hände zu schauen. Das bedeutet konkret: penibel sauber gehaltener Arbeitsplatz, regelmäßige Reinigung der eingesetzten Technik, saubere Lappen, Verwendung von Einmalhandtüchern, regelmäßiges Händewaschen.

Fehler 6: Dicke Luft
Wo eifrig belegt, gebraten und gegrillt wird, entstehen Gerüche. Ohne entsprechende Lüftungskonzepte ist Frontsnacking mit heißen Snacks daher nur im Freien oder in einer größeren Filiale möglich. Denn wenn die Kunden in eine Bäckerei kommen, wollen sie doch den Duft von frischen Brötchen und Backwaren wahrnehmen und auch selbst nicht nach einer Grillbude riechen. >> Fehler 7- 10

So entsteht ein „Baguelino Capri mit Thunfischsalsa“:

1| Baguelino (beispielsweise von Vandemoortele) 30 Minuten antauen. Nach Anleitung bei 180 °C im Umluftofen für 8 bis 10 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Tomaten und die Thunfischsalsa vorbereiten, indem die Tomaten geschnitten und alle Salsa-Zutaten vermischt werden. Stellen Sie diese anschließend kalt. Schneiden Sie nun das abgekühlte Baguelino in zwei Hälften.
3 & 4| Belegen Sie die untere Hälfte mit dem Friséesalat und verteilen die Thunfischsalsa auf der kompletten unteren Hälfte.
5 & 6| Anschließend noch die Cherrytomaten-Scheiben gut auf der Thunfischsalsa verteilen und alles mit der oberen Hälfte des Baguelinos bedecken. Fertig!

TIPP: Statt Pastrami kannn man auch sehr gut Bündnerfleisch verwenden.

 Zutaten für die Thunfischsalsa:

  • 20 g Thunfisch (aus der Dose), abgetropft
  • 20 g geraspelte Möhren
  • 15 g Mayonnaise (ca. 1 Esslöffel)
  • 4 g Limettensaft (ca. 1/2 Esslöffel)
  • gehackte Petersilie (ca. 1/4 Teelöffel)
  • Schnittlauchröllchen (ca. 1/4 Teelöffel)
  • frisch gemahlener Pfeffer

Zutaten für ein Baguelino Capri mit Thunfischsalsa:

  • 1 Baguelino
  • 25 g Kräuterfrischkäse
  • 5 g Friséesalat
  • 60 g Thunfischsalsa
  • 3 Cherrytomaten, geschnitten

 

 

 

Baguellino 01
Baguelino (beispielsweise von Vandemoortele) 30 Minuten antauen. Nach Anleitung bei 180 °C im Umluftofen für 8 bis 10 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Tomaten und die Thunfischsalsa vorbereiten, indem die Tomaten geschnitten und alle Salsa-Zutaten vermischt werden. Stellen Sie diese anschließend kalt. Schneiden Sie nun das abgekühlte Baguelino in zwei Hälften.
Vandemoortele_Baguellino
Verteilen Sie nun auf der unteren Hälfte den Kräuterfrischkäse gleichmäßig und bis zum Rand.
Vandemoortele_Baguellino
Belegen Sie die untere Hälfte mit dem Friséesalat
Vandemoortele_Baguellino
und verteilen die Thunfischsalsa auf der kompletten unteren Hälfte.
Vandemoortele_Baguellino
Anschließend noch die Cherrytomaten-Scheiben gut auf der Thunfischsalsa verteilen
Vandemoortele_Baguellino
und alles mit der oberen Hälfte des Baguelinos bedecken. Fertig!

Michael Nemeyers FAVORITEN

Frontcooking und -baking sind bereits gut in der Gastronomie und vielen Bäckereien etabliert und kommen den Kundenwünschen nach mehr Transparenz, Frische und dem Kauferlebnis gezielt nach. Da könnte auch der Bereich Frontsnacking eine lukrative Variante sein, allerdings nur, wenn es zum Standort und dem eigenen Konzept der Bäckerei passt. Die Live-Zubereitung von Snacks vor den Augen der Kunden schafft Nähe und Vertrauen und gibt dem Kunden das Gefühl, dass gerade nur für ihn der Snack frisch zubereitet wird. Sie bietet dem Frontsnacker zudem die Möglichkeit, sein Können direkt vor dem Kunden zu präsentieren und gezielt

mit ihm ins Gespräch zu kommen. Wie wäre es dabei beispielsweise mit Snackkostproben? Sie machen Appetit auf mehr, zeigen, welche Snackangebote der Kunde auch noch probieren sollte und versüßen die Wartezeit. Wichtig ist dabei, dass der Frontsnacker gut geschult ist, nicht nur, was die Zubereitung der Snacks angeht, sondern auch in Bezug auf das nötige Fachwissen zu den Zutaten und Backwaren, damit er auch auf Fragen kompetent eingehen kann. Mit einem Frontsnacker lässt sich zudem der Absatz steigern, da neben dem Wareneinsatz auch die Portionsgröße und Zutatenmenge gezielt gesteuert werden können.

Michael Nemeyer
Michael Nemeyer ist Fachberater bei Vandemoortele.

So entsteht ein „Korn-Flaguette mit Pastrami“:

1 & 2| Setzen Sie die 4 backfertigen Flaguettes (beispielsweise von Vandemoortele) auf Backbleche ab. Diese 30 Minuten antauen. Backen Sie sie anschließend für ca. 8 bis 10 Minuten bei 180 °C im Umluftofen. In der Zwischenzeit bereiten Sie die Gurkensalsa vor, indem Sie die Gurkenraspeln mit dem Frischkäse gut vermengen und anschließend kalt stellen. Lassen Sie das Flaguette nach dem Backen etwa 30 Minuten abkühlen. Schneiden Sie es anschließend längs durch, sodass Sie zwei gleich große Hälften erhalten. Geben Sie nun die Dijonnaise auf die untere Hälfte und bestreichen sie bis zum Rand.
3| Belegen Sie die untere Hälfte mit Salat und geben Sie nun ausreichend Gurkensalsa darauf. Als nächsten Schritt nehmen Sie die Pastrami-Scheiben nacheinander, falten diese und drapieren sie auf der Gurkensalsa.
4–6| Zuletzt verteilen Sie geraspelten Bergkäse auf dem Pastrami, setzen die obere Hälfte auf – fertig ist der Korn-Flaguette-Snack.

TIPP: Statt Pastrami kannn man auch sehr gut Bündnerfleisch verwenden.

 

Zutaten für die Gurkensalsa:

  • 30g  Salatgurke, grob gehobelt
  • 20 g Frischkäse

Zutaten für ein Korn-Flaguette mit Pastrami:

  • 1 Korn-Flaguette von Vandemoortele
  • 15 g Dijonnaise (Mix aus Dijon-Senf und Mayonnaise)
  • 10 g Lollo Rosso (einige Blätter)
  • 50 g Gurkensalsa
  • 25 g Pastrami (3–4 dünne Scheiben)
  • 15 g Bergblumenkäse, geraspelt (oder anderer Bergkäse)

 

 

 

Vandemoortele_Korn-Flaguette
Setzen Sie die 4 backfertigen Flaguettes (beispielsweise von Vandemoortele) auf Backbleche ab. Diese 30 Minuten antauen. Backen Sie sie anschließend für ca. 8 bis 10 Minuten bei 180 °C im Umluftofen. In der
Zwischenzeit bereiten Sie die Gurkensalsa vor, indem Sie die Gurkenraspeln
mit dem Frischkäse gut vermengen und anschließend kalt stellen. Lassen Sie das Flaguette nach dem Backen etwa 30 Minuten abkühlen. Schneiden Sie es anschließend längs durch, sodass Sie zweigleich große Hälften erhalten.
Vandemoortele_Korn-Flaguette
Geben Sie nun die Dijonnaise auf die untere Hälfte und bestreichen sie bis zum Rand.
Vandemoortele_Korn-Flaguette
Belegen Sie die untere Hälfte mit Salat und geben Sie nun ausreichend Gurkensalsa darauf. Als nächsten Schritt nehmen Sie die Pastrami-Scheiben nacheinander, falten diese und drapieren sie auf der Gurkensalsa.
Vandemoortele_Korn-Flaguette
Zuletzt verteilen Sie geraspelten Bergkäse auf dem Pastrami,
Vandemoortele-Korn-Flaguette
setzen die obere Hälfte auf -
Vandemoortele_Korn-Flaguette
fertig ist der Korn-Flaguette-Snack.

Jürgen Riebers FAVORITEN

Nicht nur vor dem Hintergrund der immer schwierigeren Frage genügend Personal für die Läden zu finden, plädiere ich in diesem Bereich zur Einfachheit. Das soll heißen: eine Eier-Station, an der der Kunde zwischen Omelette, Rühr- und Spiegelei wählen kann, oder eine Nudelstation mit vorgefertigten Portionen. Generell gilt alles so weit wie möglich zentral vorzubereiten und die Zubereitungszeit darf zwei Minuten nicht übersteigen. Aber bitte nur für ein Konzept entscheiden – möglichst mit Bäckerbezug: Eierspeisen, Nudelgerichte, aber auch durchaus eine Salatbar, an der der Kunde sich noch die frisch gebratenen Putenstreifen oder

Lachsstücke heraussuchen und sich für das Dressing seiner Wahl entscheiden kann. Auch Bäckerburger sind durchaus denkbar. Wichtig: Alle Speisen sollten mit dem Blick zum Kunden zubereitet werden und die ausführenden Mitarbeiter müssen extrem sauber arbeiten und alle benötigten Rohstoffe möglichst vorportionieren. Der Ladenbauer sollte bei der Planung mit ins Boot geholt werden, nachträgliche Lösungen müssen sich ins Erscheinungsbild einpassen. Auch andere, wartende Kunden dürfen nicht das Gefühl haben, unnötig lange warten zu müssen. Deshalb ist Frontsnacking nur bei entsprechender Größe und genügend Personal sinnvoll.

Jürgen Rieber Gebietsleiter Anwendungstechnik bei Wiesheu
Jürgen Rieber ist Gebietsleiter für Anwendungstechnik bei Wiesheu.

>>Das Team und die Mitarbeiter zählen

Fehler 7: Filialteam wird zum Frontsnacking „verdonnert“
„Wenn Frontsnacking einer Filiale per Entscheidung von oben aufs Auge gedrückt wird, ohne das Verkaufspersonal auf die Reise ins Abenteuer mitzunehmen und rechtzeitig zu involvieren, kann es zu Problemen kommen“, argumentiert Fachberater Nemeyer. Nach dem Motto „Ab Herbst machen wir auch Frontsnacking“ wird die Filiale dazu verdonnert, das Thema quasi von heute auf morgen umzusetzen. Für die Entwicklung eines Frontsnacking-Konzepts sollten mindestens sechs Monate, sogar eher noch mehr, eingeplant werden (für Equipment-Auswahl, Schulungen, Konzepterstellung, Üben).

Fehler 8: Ungeschulte Mitarbeiter
„Kein Verkaufsmitarbeiter kommt als Entertainer bzw. Frontsnacker auf die Welt“, erklärt Nemeyer das Problem. Gefragt sind Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, Menschenkenntnis, Showtalent, Selbstbewusstsein und gutes Aussehen.

Fehler 9: Mangelhafte Kommunikation
Gute Fachverkäuferinnen können parallel Ware einsortieren, entnehmen, die Kasse bedienen und kommunizieren. Das gilt es auch beim Frontsnacking umzusetzen. Gäste, die einige Minuten in einer Schlange anstehen, erwarten vom „Frontsnacker“ Blickkontakt (z. B. Kopfnicken), Ansprache („Was darf es für Sie sein?“) und Antworten auf Fragen. Wer sich krampfhaft auf den Snack und die Belegware konzentriert, wird als arrogant und schlecht gelaunt wahrgenommen.

Fehler 10: Ungepflegter Look
Ungebügelte Mitarbeiteroutfits, verschmutze Schürzen und ungepflegtes Äußeres sind ein No-Go auf der Frontsnacking-Bühne, ebenso wie Ringe, Armbänder oder Armbanduhren. Wichtig: Auch die Kopfbedeckung sollte dabei nicht vergessen werden, denn wo Lebensmittel frisch zubereitet werden, möchte man ungern Haare in der Nähe haben. Ein Namensschild des Frontsnackers bzw. des Verkaufsmitarbeiters erleichtert die Kommunikation. Vor allem auf motivierte Mitarbeiter, die auch Lust auf Frontsnacking haben, und die richtige (Konzept-)Vorbereitung kommt es an. ls

Snacktheke
Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: Eine Belegtheke vermittelt Frische und Serviceorientierung.
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So entsteht eine Spiegelei-Brezel:

So entsteht eine Spiegelei-Brezel:
1| Setzen Sie die Brezel (wie beispielsweise von Vandemoortele) auf Backbleche ab. Lassen Sie diese 30 Minuten antauen. Währenddessen legen Sie sich alle notwendigen Zutaten und Utensilien bereit. Anschließend streuen Sie den Gouda-Raspelkäse in die freien L öcher der Laugenbrezel, sodass die Flächen gut bedeckt sind.
2| Nachdem der Käse verteilt wurde, dient er nun als Basis für das Ei. Schlagen Sie das Ei vorsichtig an, öffnen Sie die Schale und geben Sie das Ei nun in die größte Brezelöffnung.
3 & 4| Verteilen Sie danach die Schinkenwürfel gleichmäßig auf dem Eiweiß und Eigelb und bestreuen die Brezel erneut mit geraspeltem Goudakäse. Wer mag, kann noch etwas getrocknete Kräuter wie Petersilie verwenden.
5 & 6| Backen Sie die gefüllten Laugenbrezeln für ca. 14 Minuten ohne Schwaden/Dampf und bei einer Backtemperatur von etwa 220 bis 230 °C (Etagenofen/ Stikkenofen) oder etwa bei 190 °C im Umluftofen ab. Nach dem Backen können Sie die fertigen Spiegelei-Brezeln noch mit frischen Kräutern veredeln und anschließend warm oder kalt servieren.

 

Zutaten für eine Spiegelei-Brezel:

  • 1 Butter-Laugenbrezel
  • ca. 10 g Goudakäse, geraspelt (als Basis)
  • ca. 10 g Goudakäse, geraspelt (zum Bestreuen)
  • 1 mittelgroßes Ei (ca. 50g)
  • ca. 10 g Schinkenwürfel
  • Salz und Pfeffer
  • getrocknete Petersilie
  • frische Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch, gehackt (zum Bestreuen)

 

 

Vandemoortele_Laugenbrezel
Setzen Sie die Brezel (wie beispielsweise von Vandemoortele) auf Backbleche ab. Lassen Sie diese 30 Minuten antauen. Währenddessen legen Sie sich alle notwendigen Zutaten und Utensilien bereit. Anschließend streuen Sie den Gouda-Raspelkäse in die freien Löcher der Laugenbrezel, sodass die Flächen gut bedeckt sind.
Vandemoortele_Laugenbrezel
Nachdem der Käse verteilt wurde, dient er nun als Basis für das Ei. Schlagen Sie das Ei vorsichtig an, öffnen Sie die Schale und geben Sie das Ei nun in die größte Brezelöffnung.
Vandemoortele_Laugenbrezel
Verteilen Sie danach die Schinkenwürfel gleichmäßig auf dem Eiweiß und Eigelb
Vandemoorteele_Laugenbrezel
und bestreuen die Brezel erneut mit geraspeltem Goudakäse. Wer mag, kann noch etwas getrocknete Kräuter wie Petersilie verwenden.
Vandemoortele_Laugenbrezel
Backen Sie die gefüllten Laugenbrezeln für ca. 14 Minuten ohne Schwaden/Dampf und bei einer Backtemperatur von etwa 220 bis 230 °C (Etagenofen/Stikkenofen) oder etwa bei 190 °C im Umluftofen ab.
Vandemoortele_Laugenbrezel
Nach dem Backen können Sie die fertigen Spiegelei-Brezeln nochmit frischen Kräutern veredeln und anschließend warm oder kalt servieren.

Ursula Ahlands FAVORITEN

Für Frontsnacking spricht die Tatsache, dass wir als Verbraucher/Konsumenten ständig auf der Suche nach Neuem und attraktiven Trends sind. Wir suchen das Erlebnis beim Einkaufen und beim Essen. Das Produkt alleine ist heute noch lange kein Garant für Erfolg. Konsumenten wollen Transparenz bei der Zubereitung, bei den verwendeten Rohstoffen, bei der Frische. All diese Punkte erfüllt das Zubereiten vor den Augen der Kunden. Das Gefühl, es wird nur für Ihn gerade gekocht bzw. etwas zubereitet vermittelt Wertigkeit und steigert auch das Selbstwertgefühl beim Einkauf. Gerade aus diesen Aspekten heraus äußern Kunden Sonderwünsche und können Ablehnung nicht akzeptieren. Das größte Wider zum Thema Frontsnacking ist die personelle Situation am Backwarenmarkt, der sich in vielen Gegenden im Land leider schon so drastisch auswirkt, dass selbst gute Konzepte an manchen Standorten

daran scheitern. Gerade durch meine Tätigkeit als Verkaufstrainerin erlebe ich immer wieder, dass neben allen wirtschaftlichen-kalkulatorischen Aspekten der Faktor Mensch der Wichtigste ist. Das Zubereiten/Kochen von Speisen ist nicht jedermanns Sache. Der Akteur muss für den Kunden auch Kompetenz in allen Punkten zeigen. Neben der optischen Hygiene sind vor allem die Körpersprache und der Wille, auf Kundenwünsche einzugehen, unabdingbar, egal ob es gerade emotional oder zeitlich passt oder nicht. Das verlangt neben personenbezogenen Schulungen auch klare Strukturierungen und gute Einsatzpläne. Frontsnacking verlangt stressresistente und gute, großflächig geschulte Akteure. Ansonsten wird der unterhaltsame Einkaufszirkus schnell zum abschreckenden langweiligen Notversorger. Ohne gute Akteure an der Front ist schon so mancher Plan gescheitert.

Ursula Ahland
Ursula Ahland ist Verkaufstrainerin.