BÄKO-magazin

ZV lehnt VIG und Smiley-System ab

Zum aktuellen Thema Verbraucherinformationsgesetz (VIG) hat der ZV des Deutschen Bäckerhandwerks eine Stellungnahme verfasst, der sich der ZV des Deutschen Handwerks uneingeschränkt angeschlossen hat.

Zum aktuellen Thema Verbraucherinformationsgesetz (VIG) bzw zu eine Anhörung in Berlin diesbezüglich hat der ZV des Deutschen Bäckerhandwerks eine Stellungnahme verfasst, der sich der ZV des Deutschen Handwerks uneingeschränkt angeschlossen hat. „Als federführender Verband für das deutsche Handwerk in dieser Frage sind wir gegen weitere gesetzliche Regelungen des Verbraucherinformationsgesetzes. Sie verursachen nur Kosten, leisten aber keinen Beitrag zur differenzierten Information der Verbraucher“, so Peter Becker, Präsident des ZV.

 

Warum gegen das VIG

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks lehnt das Verbraucherinformationsgesetz aus folgenden Gründen ab:

Die bestehenden Regelungen reichen zum Schutz der Verbraucher völlig aus.

Auskünfte werden überwiegend von Verbraucherschutzorganisationen, nicht aber von Endverbrauchern eingeholt.

Verbraucher wenden sich bei Fragen direkt an Unternehmen und Fachpersonal.

 

Warum gegen das Smiley-System

Das Smiley- System, ein Bewertungsverfahren in der Lebensmittelbranche, lehnt der Zentralverband ebenfalls ab, denn:

Es fehlt an objektiven, transparenten und standardisierten Beurteilungskriterien.

Es ist nur ein weiteres Gütesiegel ohne Zusatznutzen.

Das System kann Hygienemängel suggerieren, obwohl sich die Bewertung ggf. auf andere Sachverhalte bezieht.

Eine zeitnahe Rehabilitierung ist nicht möglich.

 

Das System kann für betroffene Unternehmen selbst bei leichten Mängeln zu irreparablen Imageschäden und damit verbundenen wirtschaftlichen Verlusten führen. „Wir müssen unsere Unternehmen vor unverhältnismäßigen Imageschäden schützen. Das Smiley -System mag zwar in Dänemark funktionieren, in Deutschland aber haben wir nicht nur geeignetere Verfahren zur Qualitätssicherung, sondern auch eine funktionierende Lebensmittelüberwachung“, so der Hauptgeschäftsführer Amin Werner.