BÄKO-magazin

Gemeinsam am Gesprächstisch

Als Reaktion auf die Kritik der rheinischen und westfälischen Bäckerinnungserbände an seinen Äußerungen zum Brötchenpreis kam es zu einem konstruktiven Treffen mit Landwirtschaftsminister Johannes Remmel.

Als Reaktion auf die Kritik der rheinischen und westfälischen Bäckerinnungserbände an seinen Äußerungen zum Brötchenpreis (siehe Meldung vom 3.09.) kam es zu einem konstruktiven Treffen mit Landwirtschaftsminister Johannes Remmel.

 

Die Vertreter der Bäckerverbände Rheinland und Westfalen-Lippe führten am 16. September 2010 ein sehr informatives Gespräch mit dem neuen Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel, der mit einer Pressemitteilung für Verärgerung im Bäckerhandwerk gesorgt hatte, worin er ausführte, dass die gestiegenen Weizenpreise keine Begründung für teurere Brötchen seien.

 

Gute Zusammenarbeit erwünscht

In dem Gespräch mit dem Minister erklärten die Landesinnungsmeister Bernd Siebers und Heribert Kamm noch einmal die Auswirkungen der Getreidepreisexplosion auf den Mehlpreis. Eine kleine Bäckerei, die bisher 20.000 Euro für Mehl ausgeben musste, muss jetzt für die gleiche Menge Mehl 30.000 Euro ausgeben.

 

Minister Remmel bedauerte das Missverständnis. Ihm sei an einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Bäckerhandwerk gelegen. Er wolle sich daher auch nicht in die Preispolitik einmischen, so der Minister. Vielmehr habe er sich kritisch gegenüber der zunehmenden Spekulation mit Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt geäußert.

 

Transparenz auf Bäckerkosten?

Weitere Inhalte des Gesprächs waren die mögliche Einführung des „Smileys“ nach Hygienekontrollen sowie die Einführung eines Landesehrenpreises für handwerkliche Bäckereien. Die Einführung eines „Smileys“ lehnt das Bäckerhandwerk mit guten Gründen ab. Aufgrund der rechtlichen Bedenken ist eine Einführung aber ohnehin nicht ohne gesetzliche Änderungen auf Bundesebene möglich. Minister Remmel wünscht sich eine höhere Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Im puncto Landesehrenpreis lud der Minister die Verbände ein, sich konstruktiv in die Diskussion einzubringen und sagte seine Unterstützung zu. Alle Beteiligten vereinbarten, die Gespräche fortzusetzen