BÄKO-magazin

Biokraftstoffquote reduziert

Als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßt der Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM) die aktuellen bundes- und europapolitischen Bestrebungen zur Senkung der Biokraftstoffquote.

Als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßt der Verband Deutscher Mühlen e.V. (VDM) die aktuellen bundes- und europapolitischen Bestrebungen zur Senkung der Biokraftstoffquote.Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments hat beschlossen, den Richtlinienvorschlag zu erneuerbaren Energien zu ändern, ebenso will die Bundesregierung die im Bundes-Immissionsschutzgesetz genannten Quoten für Bioenergie nach unten korrigieren. Nach den Plänen der EU sollen 2015 4% und 2020 5% – statt der ursprünglich geplanten 10% – der erneuerbaren Energien auf Agrokraftstoffe entfallen. Die Differenz sollen Elektro- und Wasserstoffmotoren abdecken.Mit seiner Forderung, den Mindestanteil von Agrokraftstoffen an der Kraftstoffgesamtmenge auf 2% festzuschreiben, bleibt der VDM unter den von der EU vorgesehenen Anteilen. „Je höher die Quoten festgesetzt werden, desto gefährdeter ist die Nahrungsmittelversorgung nach schlechten Ernten“, begründet VDM-Geschäftsführer Manfred Weizbauer. Nach guten Ernten hingegen bleibe es dem Markt überlassen, mehr Getreide in die Kraftstofferzeugung zu investieren.Im letzten Jahr habe sich gezeigt, was bei schlechter Erntelage, weltweit knappen Getreidebeständen und Biokraftstoff-Boom passieren kann: Die Energieerzeugung aus Getreide trieb die Marktpreise auf bis zu 300 Euro pro Tonne in die Höhe – eine Verdopplung innerhalb weniger Monate. Die deutschen Mühlen sind dringend auf ihren einzigen Rohstoff Brotgetreide angewiesen, den sie fast vollständig (zu 80 bis 95%) aus heimischem Anbau beziehen – vor allem aus Qualitätsgründen.