BÄKO-magazin

Grundsatzbeschluss für Neubau gefasst

Das Vorhaben des BIV Niedersachsen/ Bremen, für die Bäckerfachschule Hannover ein neues und modernes Domizil zu schaffen, kommt voran.

Das Vorhaben des Bäckerinnungs-Verbandes Niedersachsen/ Bremen (BIV), für die Bäckerfachschule Hannover (BFS) ein neues und modernes Domizil zu schaffen, kommt voran: die Mitgliederversammlung hat den Grundsatzbeschluss für den Neubau ohne Gegenstimme gefasst. Damit kann der Vorstand in konkrete Finanzierungsgespräche mit dem Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB) eintreten.

 

Sanierungsbedarf inzwischen akut

Zuwendungen der Öffentlichen Hand für den dringend nötigen Um- und Ausbau am jetzigen Standort konnte das BiBB aktuell nicht befürworten, weil eine Renovierung der Fachschule am alten Standort entsprechend der Förderkriterien nicht zu gewährleisten sei. Voraussetzung für die staatlichen Zuschüsse sei das grundsätzliche Votum der BIV-Mitgliederversammlung zum Neubau, das durch den Beschluss nun vorliegt. Die Lehrwerkstätten der BFS waren zuletzt vor rund 15 Jahren renoviert und auf den damaligen Stand der Technik gebracht worden. Der Sanierungsbedarf ist inzwischen akut geworden, allerdings hat die BFS in Hannovers beengter Innenstadt keine zukunftsfähige Entwicklungsmöglichkeit mehr. Die Fachschule ist der einzige Stützpunkt der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk (ADB) in Norddeutschland.

 

Organisationsgrad im Bäckerhandwerk

Weitere intensive Diskussionen entzündeten sich in der Mitgliederversammlung an der Frage, wie sich der Organisationsgrad im Bäckerhandwerk zwischen Ems und Elbe weiter stärken lässt. Nach Angaben des LIM Karl-Heinz Wohlgemuth sind in Niedersachsen und Bremen derzeit rund 820 Backbetriebe als Mitglieder von Innungen, im Landesinnungs- und darüber hinaus im Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks zusammen geschlossen. Ihnen stehen etwa 600 nicht organisierte Bäckereien gegenüber.

 

Wohlgemuth erinnerte daran, dass besonders auf Bundes- und Landesebene viele für das Bäckerhandwerk positive politische Entscheidungen von den Verbänden eingeleitet bzw. begleitet worden seien. Marketing und Imagewerbung für das Bäckerhandwerk werde ebenfalls von den Verbandsmitgliedern finanziert. Diejenigen, die sich aus der Solidarität der Verbände verabschiedeten, aber gleichwohl von deren erfolgreichen Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit profitierten, brandmarkte der LIM als Trittbrettfahrer. Wohlgemuth: „Ein hoher Organisationsgrad im Bäckerhandwerk ist für unser aller Zukunft wichtiger denn je!“