BÄKO-magazin

ZENTRAG mit Umsatzplus

Im deutschen Fleischerhandwerk sei zurzeit trotz Krise wenig Konsumzurückhaltung festzustellen, was bei der Jahrespressekonferenz der Zentralgenossenschaft des deutschen Fleischergewerbes unterstrichen wurde.

Im deutschen Fleischerhandwerk sei zurzeit trotz Krise wenig Konsumzurückhaltung festzustellen, was bei der Jahrespressekonferenz der Zentralgenossenschaft des deutschen Fleischergewerbes unterstrichen wurde.

Die Marktverhältnisse sind nach Auskunft von Anton Wahl, Vorstandssprecher der ZENTRAG, und Manfred Rycken, Präsident des DFV, durchaus als stabil zu bezeichnen und in Teilbereichen auch von Wachstum geprägt. Zudem geht die ZENTRAG, Kooperationspartner der BÄKO-Zentrale Nord, davon aus, dass die Fleischpreise in diesem Jahr im Gegensatz zu 2008 (plus 3,8%) nicht steigen werden. Insgesamt liegt der Pro-Kopf-Fleischverzehr in Deutschland bei 60,5 kg. Die Bruttoeigenerzeugung von Fleisch stieg auf Basis der vorläufigen Daten in den ersten fünf Monaten 2009 in Relation zu 2008 um 1,4% auf gesamt 7,60 Mio. Tonnen an. Den zunehmenden Importen steht auch ein deutliches Plus von 3,47 Mio. Tonnen (plus 14,4%) an gestiegenen Ausfuhren gegenüber. Trotz der schwierigen Lage der Gesamtwirtschaft gehen die ZENTRAG und der DFV davon aus, dass sich die über 150.000 Arbeitsplätze im deutschen Fleischerhandwerk weiterhin als äußerst stabil erweisen werden und es nicht zu signifikanten Stellenstreichungen kommen wird.

Höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte

Insgesamt wurde ein ZENTRAG-Umsatzvolumen von 273,1 Mio. Euro erreicht, was einen Zuwachs von 3,2% (gegenüber 2007) ausmacht. Dies bedeute den höchsten Umsatz in der 60-jährigen Unternehmensgeschichte. Insbesondere erfreulich sei die Entwicklung des Eigengeschäftes mit einem Plus von 3,9% auf jetzt 91,7 Mio. Euro. Das Zentralregulierungsgeschäft hat sich mit einem Plus von 2,8% entwickelt (181,4 Mio. Euro). Die ertragsmäßige Entwicklung des Unternehmens verlief in 2008 mit 696.000 Euro (2007: 869.000 Euro) durchaus planmäßig, bedingt durch geplante Marktinvestitionen aufgrund des ZENTRAG-Jubiläums (2008: „60 Jahre ZENTRAG“). Damit konnte die Ertragskraft der Mitgliedsunternehmen um rund 1 Mio. EURO verbessert werden. Die betriebswirtschaftliche Situation kann im Berichtsjahr wiederum mit der Note „gut“ bis „befriedigend“ gekennzeichnet werden; der cash-flow bewegte sich 2008 bei ca. 800.000 Euro.

Das Unternehmen kann mit dem Bilanzgewinn wiederum einen sechsstelligen Betrag den Ergebnisrücklagen zuführen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 29,6% (Vorjahr 30,9%) auf einem guten Niveau bei einer verlängerten Bilanzsumme auf 25.566 Euro und soll durch weitere kapitalstärkende Maßnahmen ausgebaut werden. Das Eigenkapital selbst hat mit 7,56 Mio. Euro ebenfalls den bisher höchsten Stand erreicht. Die Unternehmensleitung schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat der Generalversammlung die Auszahlung einer Dividende nach folgendem Modus vor: Auf die eingezahlten Geschäftsanteile soll eine Dividende von 5% (Pflichtanteile) bzw. 7%(freiwillig gezeichnete Anteile) gezahlt werden. Darüber hinaus wurden erstmalig mehr als 4,2 Mio. Euro im Rahmen des ZENTRAG-Bonussystems an die Mitglieder ausgeschüttet und tragen damit auch in erheblichem Maße zur Ertragssicherung der Wirtschaftsorganisationen bei. Die Zahl der Mitglieder beträgt 91, darunter auch dem Fleischerhandwerk verbundene Verbände und Innungen. Für 2009 plant die ZENTRAG, der größte Handels- und Dienstleistungsverbund der Branche, eine Umsatzentwicklung von plus 2,1%.