BÄKO-magazin

Ein Meisterwerk namens Frühstück

Frühstücksmarkt im Fokus: Die Südback in Stuttgart präsentiert u.a. die neuesten Entwicklungen im Außer-Haus-Verzehr und bei den Kaffeespezialitäten.

Frühstücksmarkt im Fokus: Die Südback in Stuttgart präsentiert vom 16. bis 19. Oktober u.a. die neuesten Entwicklungen im Außer-Haus-Verzehr und bei den Kaffeespezialitäten.

 

Nichts ist schöner, als den Tag mit einer großen Auswahl an belegten Brötchen und Backwaren zu beginnen. Darin sind sich drei Viertel der Teilnehmer einer Konsumentenbefragung der BÄKO-Zentrale Süddeutschland und des BÄKO Marketingverbunds Süddeutschland einig. Den gesamten Vormittag bietet sich für die Bäcker ein lukrativer Markt, schließlich bekommt der Kunde die Frühstücksklassiker nirgends frischer als direkt beim Hersteller. Handwerksbäcker gelten in Deutschland als führend beim Außer-Haus-Frühstück. Andererseits nehmen drei Viertel der Bürger ihre erste Mahlzeit des Tages zu Hause ein, wie die BÄKO-Umfrage ermittelt hat. Der Appetit auf ein Frühstück beim Bäcker wäre noch viel größer, gaben die Befragten an, wenn sie mehr Geld und Zeit hätten, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen und wenn die Bäckerei ein Frühstück nach den Wünschen des Gastes anbieten würde.

 

Entspannte und gesellige Umgebung

„Die Bäcker müssen die Wertigkeit ihres Handwerks noch stärker betonen und dem Kunden vermitteln", sagt Andreas Kofler, Geschäftsführer des Landesverbands für das Württembergische Bäckerhandwerk. Dazu gehöre nicht nur ein hochwertiges Frühstücksangebot mit Pauschalpreisen oder ein Frühstücksbuffet, auch das Ambiente und der Service müssten stimmen.

 

Es ist klar, dass man auf diesem Niveau niemanden mehr für einen Pott Kaffee aus der Thermoskanne erwärmen kann. Aber auch die schicksten Kaffeemaschinen liefern keinen Kaffee zum Verlieben, wenn sie nicht richtig bedient und gewartet werden. „Manche schaffen sich die Maschine an, die ihnen ein Kollege empfohlen hat. Aber das ist riskant. Die Kaffeemaschine muss genau auf die Bedürfnisse des jeweiligen Ladens zugeschnitten sein, die Mitarbeiter geschult werden", sagt Kofler. Auf der Südback können sich die Fachbesucher einen Überblick verschaffen. Zuvor sollte man wissen, wie viel Kaffee täglich im eigenen Betrieb über den Tresen geht. Die Tagesmenge sollte höchstens 60 bis 70% der Leistung der ausgewählten Kaffeemaschine betragen. Die 30% der offenen Leistung sind für die Abdeckung der Stoßzeiten reserviert. Rund 55% des gesamten Kaffeeausschanks entfällt mittlerweile auf Milchcafé und Cappuccino.

 

Laut einer Umfrage des BÄKO-magazins zum Thema „Bäcker im Außer-Haus-Markt" sehen die Befragten im Getränkebereich künftig ein großes Erfolgspotenzial. Vor allem mit aktivem Verkauf könne man hier Wunder bewirken, so Kofler. Die Schnellgastronomie mache es vor: „Allein mit der Frage, ob der Kunde noch ein Getränk wünscht". Die Verbände bieten entsprechende Schulungen und Trainings an, über die sich Interessierte auf der Südback informieren können.

 

Frühstücksleitfaden der BÄKO

Um die Betriebe bei der Vermarktung und Zusammenstellung des Angebots zu unterstützen, hat der BÄKO-Marketingverbund Süddeutschland einen Frühstücksleitfaden entwickelt, ein Ideenpaket voller Aktionen für die erste Mahlzeit des Tages. „Der Frühstücksmarkt wird gerade neu aufgeteilt. Aktuell wollen Fast-Food-Ketten, Tankstellen und Systemgastronomie dem backenden Handwerk seine führende Rolle in diesem Geschäft streitig machen. Das ist für uns Grund genug, eine umfangreiche Hilfestellung zur Behauptung der Marktführerschaft zur Verfügung zu stellen", sagt Holger Knieling, geschäftsführender Vorstand der BÄKO-Zentrale Süddeutschland. „Es soll auch weiterhin heißen: Besser frühstücken – besser vom Bäcker."