BÄKO-magazin

Österreich-Aufschlag bei Lebensmitteln

Österreich ist bei Lebensmitteln noch immer deutlich teurer als Deutschland: Für die gleichen Produkte zahlt man in Supermärkten der Alpenrepublik rund 21% mehr hier zu Lande.

Österreich ist bei Lebensmitteln noch immer deutlich teurer als Deutschland: Für die gleichen Produkte zahlt man in Supermärkten der Alpenrepublik rund 21% mehr hier zu Lande. Mehr noch: Es sind die Supermärkte des zum Teil gleichen Konzerns, die für den identischen Artikel in Österreich mehr als in Deutschland verlangen, wie die Lebensmittel Praxis meldet. Das zeige ein aktueller Preisvergleich in Wien und Passau von 72 Produkten.Preisunterschiede von bis zu 136% Maria Kubitschek, Leiterin Wirtschaft in der Arbeiterkammer Wien: „Es gibt den Österreich-Aufschlag!“ So brachte die Erhebung Preisunterschiede von bis zu 136% bei einer Baguettesorte zu Tage. Ein 250-g-Baguette nach französischer Art kostet in Wien durchschnittlich 1,51 Euro, in Passau nur 64 Cent. Im Schnitt sind die Lebensmittel in Wien um 24%t eurer. Werden die Preise um die Umsatzsteuer bereinigt, bleibt ein Preisunterschied von 21%. 19 gleiche Lebensmittel kosten bei Lidl in Wien durchschnittlich rund 20% mehr als beim gleichen Discounter in Passau. Den größten Preisunterschied gibt es dort beim Landgut Roggen Vollkornbrot. Das Brot kostet in Passau 45 Cent, in Wien 75 Cent, also um rund 67% mehr. 18 identische Lebensmittel sowie Baguette und Semmeln von der Frischtheke kosten beim Zielpunkt in Wien im Schnitt mehr als 30% mehr als im Plus-Markt in Passau. Den größten Preisunterschied gibt es beim Müllertreu Roggen-Vollkornbrot. Das Brot kostet in Passau 49 Cent, in Wien 1,09 Euro, also um rund 122% mehr.