BÄKO-magazin

Schätzung nach Niederschlag angehoben

Der Deutsche Raiffeisenverband hebt die Schätzungen zur Getreide- und Ölsaatenernte 2010 nach den ergiebigen Niederschlägen der letzten Wochen leicht an. Derzeit wird die Getreideernte auf 46,5 Mio. t angesetzt.

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hebt die Schätzungen zur Getreide- und Ölsaatenernte 2010 nach den ergiebigen Niederschlägen der letzten Wochen leicht an. Derzeit wird die Getreideernte auf 46,5 Mio. t angesetzt, gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Mengenrückgang um 3,3 Mio. t bzw. 6,6%.

 

Ertragsaussichten

In der Aprilschätzung ging der DRV noch von einer Produktion von 46,1 Mio. t aus. Die derzeit höher angesetzten Erträge, besonders in den westlichen und südwestlichen Bundesländern, werden jedoch teilweise von deutlich schlechteren Ertragsaussichten in den nordöstlichen Regionen begleitet. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet der DRV in Deutschland knapp 3,6% niedrigere Getreide-Durchschnittserträge.

 

In den Kalkulationen sind die aktualisierten Flächenschätzungen des Statistischen Bundesamtes berücksichtigt. Danach wird die Getreidefläche auf 6,7 Mio. ha veranschlagt, verglichen mit dem Vorjahr bedeutet dies eine Einschränkung um rund 200 Tsd. ha, also knapp 3,3%.

 

Ölsaaten-Entwicklung unterschiedlich

Bei Ölsaaten erwartet der DRV eine regional sehr unterschiedliche Ertragsentwicklung. Bei der Rapsernte ergibt sich ein Wert von 5,8 Mio. t, das Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. t wird somit um 7,6% verfehlt.

 

Den bundesweiten Durchschnittsertrag veranschlagt der DRV derzeit auf 39,2 dt. Dies wären je Hektar Anbaufläche knapp 350 kg, also 8,7% weniger als 2009. Die Rapsfläche wurde um 1,1% oder rund 20 Tsd. ha auf 1,44 Mio. ha ausgedehnt.