BÄKO-magazin

Die Zahl der Raucher wird überschätzt

Die neuen Nichtraucher-Gesetze sind in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Am strengsten ist das Rauchverbot in Bayern, wo für sämtliche Restaurants, Gaststätten und Bierzelte ein uneingeschränktes Rauchverbot gilt.

Die neuen Nichtraucher-Gesetze sind in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt. Am strengsten ist das Rauchverbot in Bayern, wo für sämtliche Restaurants, Gaststätten und Bierzelte ein uneingeschränktes Rauchverbot gilt. Die Bevölkerung plädiert nur zu etwas mehr als einem Drittel für die strikte bayerische Lösung. 48% finden dagegen, dass das Rauchen in Gaststätten, die über einen abgetrennten Raucherraum verfügen, durchaus weiter erlaubt sein sollte. Gegen jegliche gesetzliche Einschränkung sprechen sich nur 14% der Bevölkerung aus. Der Anteil an Rauchern, die weiterhin für eine generelle Raucherlaubnis in Lokalen plädieren, liegt bei 31%. Die meisten Raucher können offenbar nachvollziehen, dass Nichtraucher in Gaststätten von Qualm verschont werden möchten. 57% der Raucher wünschen sich allerdings, dass das Rauchen in separaten Räumen weiterhin erlaubt sein sollte.Erstaunlich ist, wie sehr der Raucheranteil in der Bevölkerung überschätzt wird. Die Bevölkerung schätzt, dass etwa 46% der Gesellschaft rauchen. Der tatsächliche Raucheranteil ist dagegen mit 29% auf seinem niedrigsten Stand. Zurzeit rauchen 35% der Männer und 24% der Frauen. Am größten ist der prozentuale Anteil in der Altersgruppe der 20- bis 29- Jährigen. In dieser Altersgruppe greifen 44% mehr oder weniger regelmäßig zur Zigarette. In der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahre spielen Tabak und Zigaretten ebenfalls eine überdurchschnittlich große Rolle. Erst ab dem 50. Lebensjahr gewöhnen sich die Meisten das Rauchen ab.