BÄKO-magazin

Weniger Firmengründungen, aber mehr Substanz

In Deutschland wurden 2007 weniger Unternehmen gegründet als im Jahr zuvor – dafür hat die Qualität zugenommen.

In Deutschland wurden 2007 weniger Unternehmen gegründet als im Jahr zuvor – dafür hat die Qualität zugenommen. Die neuen Unternehmen beschäftigen im Schnitt mehr Menschen und werden häufiger von neuen Geschäftsideen getragen, so die Quintessenz des KfW-Gründungsmonitors 2008. Dass die gute Konjunktur in Deutschland zu mehr Unternehmensgründungen führt, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Im vergangenen Jahr wurden nur noch 860.000 Unternehmen gegründet - ein vorläufiger Tiefpunkt. Ost-Bundesländer stärker betroffen Ein Jahr zuvor wagten noch 230.000 oder 21% mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Der prozentuale Rückgang war 2007 in den neuen Ländern mit 35% doppelt so hoch wie in den alten. Das kräftige Wirtschaftswachstum in Verbindung mit der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt verbessern einerseits die Startbedingungen für den unternehmerischen Nachwuchs. Anreize für Arbeitslose Andererseits finden dadurch auch wieder mehr Menschen eine abhängige Beschäftigung. Die Anreize für Arbeitslose, eine selbstständige Tätigkeit aufzunehmen, sind dadurch gesunken. Hinzu kommt: Die Bundesagentur für Arbeit hat ihr Förderangebot für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit in mehreren Schritten restriktiver gestaltet.