BÄKO-magazin

Einzelhandelsfläche in Stadtzentren wächst

In den Zentren deutscher Städte sind die Einzelhandelsumsätze und die Verkaufsflächen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

In den Zentren deutscher Städte sind die Einzelhandelsumsätze und die Verkaufsflächen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Während der Umsatz von 2003 bis 2008 um über 3% zunahm, wuchs die Verkaufsfläche um 7%. Dies geht aus einer GfK Geomarketing-Studie hervor, die Gfk-Einzelhandelsexperte Olaf Petersen auf dem Handelsimmobilien-Gipfel 2009 in Wiesbaden vorstellte. In ostdeutschen Großstädten sei dieser Wachstumstrend mit +8% beim Umsatz und +26,2% bei den Verkaufsflächen noch deutlicher ausgefallen.

Stabile Marktposition für zentrale Lagen

In den kommenden Jahren sieht Petersen für die zentralen Lagen allgemein gute Chancen. Für die Hauptlagen prognostiziert Petersen „eine relative Stabilität der Marktposition und Mieten“. Die Nebenlagen hingegen dürfen zugunsten der Hauptlagen verlieren, denn „der Einzelhandel lebt heute wieder mehr denn je von den Zentrierungen“, so Petersen weiter. Nebenlagen hingegen verlören zu Gunsten der Hauptlagen, die sich deutlich differenzierter und attraktiver für Käufer und Einzelhändler präsentierten. Dies sei auch ein städteübergreifender Trend.

Den City-Randlagen könnten je nach standortseitigem Marktpotenzial aber wiederum beachtliche Entwicklungen gelingen. Besonders interessant bewertet Petersen hier ehemalige Bahn- oder Postliegenschaften bzw. Gewerbebrachen. Petersen wies aber ausdrücklich darauf hin, dass eine genaue Abschätzung des tatsächlichen Standortpotenzials und der städtebaulichen Integration von solchen Lagen besonders dringend anzuraten sei.

Für diese Studie wurden die 81 deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern analysiert.