BÄKO-magazin

Qualität zählt bei Fruchtsaft

Die deutsche Fruchtsaftindustrie setzt in der wirtschaftlich angespannten Situation weiterhin auf Qualität. Deutschland ist dabei Weltmeister im Fruchtsafttrinken und hat einen Favoriten bei der Geschmacksrichtung.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2008 hat sich die für die Unternehmen der deutschen Fruchtsaftindustrie betriebswirtschaftlich schwierige Situation fortgesetzt. Aber für die Branche steht fest, dass Abstriche an der Produktqualität der falsche Weg wären, denn jetzt gilt es an die Zeit nach der Krise zu denken und das positive Image zu erhalten und zu bewahren.

Entwicklung der Fruchtsaftbranche

Der gesamte Branchenumsatz hat sich auf 4,1 Mrd. Euro (+ 5% i. V. zu 2007) erhöht, gleichzeitig ist die Absatzmenge um ca. 2,5% zurückgegangen. Grund dafür seien in erster Linie die im letzten Jahr durchgesetzten Preisanpassungen, die aufgrund der immensen Rohstoffpreissteigerungen der letzten Jahre notwendig waren, so die Meldung. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Rohstoffmarkt 2008 beruhigt, dennoch befanden sich die Preise für Konzentrate in 2008 auf hohem Niveau.

Apfelsaft als Favorit unter den Fruchtsäften

Rund 800 000 t Früchte werden jährlich verarbeitet. Zusammen mit der Abfüllung von Direkt- und Konzentratsäften werden in Deutschland insgesamt 3,6 Mrd. l Fruchtsaft, - nektar und stille Fruchtsaftgetränke hergestellt (± 0%). Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Apfelsaft. Der Apfelsaft liegt in der Gunst der Deutschen mit über 9 l Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr nach wie vor an erster Stelle. Es folgen Orangensaft und Zitrusnektare mit jeweils 8 l. Mit einem Gesamtkonsum von 37,4 l Fruchtsaft und Fruchtnektar sind die Deutschen nach wie vor Weltmeister.

Die Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg im Consumer Index stellen für März 2009 fest, dass sich der Absatz von Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs zusammen mit den Preissenkungen Ende 2008 und zu Beginn 2009 sogar erhöht hat. Der Pro-Kopf-Konsum an Fruchtsaft und –nektar zeigt sich 2008 mit nur einem leichten Rückgang im Vergleich zu 2007 relativ stabil.