BÄKO-magazin

Preissteigerung begünstigt LEH-Wachstum

Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte konnten ihr Wachstumstempo im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr noch leicht steigern.

Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte konnten ihr Wachstumstempo im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr noch leicht steigern. Die Ursache für das Umsatzplus ist laut den „Nielsen-Universen 2008“ jedoch weniger in einer gestiegenen Konsumlaune der Verbraucher zu suchen als vielmehr in den Preissteigerungen in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt zeigt sich, dass vom Single bis zum „vollen Nest“ alle Verbrauchergruppen aufgrund von Preissteigerungen 2007 im Durchschnitt 2,5% mehr für alltägliche Konsumgüter aufwenden mussten als im Vorjahr.Nachbarschaftsgeschäfte gefragt Der Gesamtmarkt verzeichnete 2007 ein Umsatzwachstum von 3,1% (Vorjahr +2,3%). Während Aldi, Lidl & Co. über die Verkaufsfläche zulegten, bauten Supermärkte erneut Verkaufsstellen ab (-8,5%), legten beim Umsatz pro Quadratmeter aber zu. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Verbraucher aufgrund steigender Kraftstoffpreise und knappem Zeitbudget wieder vermehrt Nachbarschaftsgeschäfte nutzen.Besonders betroffen von der allgemeinen Verteuerung waren junge Singles (+7,2%) sowie Alleinstehende mittleren Alters (+3,9%). Gleichzeitig findet man in diesen Konsumentengruppen im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt allerdings deutlich weniger Schnäppchenjäger und eine verstärkte Affinität zu Convenienceprodukten.Jeder Zweite achtet auf gesundes Essen Außerdem wird gesunde Ernährung immer wichtiger. 2007 bekannten bereits 53% der befragten Haushalte, sehr darauf zu achten (Vorjahr: 49%). Jeder dritte Verbraucher bevorzugt beim Einkauf inzwischen Erzeugnisse mit gesundheitsförderndem Zusatznutzen. Konservierungsstoffe sind bei 36% der Befragten unbeliebt. Gleichzeitig bekennt sich mit 16% der Haushalte eine wieder leicht wachsende Minderheit zu Fast-food-Angeboten.Bio-Bewusstsein wächst Insgesamt wächst auch das ökologische Bewusstsein. Jeder vierte gab 2007 an, lieber naturreine Produkte zu kaufen und auch bereit zu sein, dafür mehr auszugeben. Im Vorjahr hatte dieser Aussage nur jeder fünfte Konsument zugestimmt. Für die Deutschen hat das Ökosiegel allerdings nicht weiter an Bedeutung gewonnen – hier achtet wie schon im Jahr zuvor nur jeder fünfte beim Einkauf darauf, ob das Produkt aus ökologischer Erzeugung stammt.