BÄKO-magazin

Wo ist das Getreide in „Corny“?

Die Debatte um so genannte „Imitate“ unter den Lebensmitteln hält weiter an. So fordert die Organisation „foodwatch“ den Stopp der aus ihrer Sicht irreführenden Werbung für „Corny Schoko“.

Die Debatte um so genannte „Imitate“ unter den Lebensmitteln hält weiter an. So fordert die Organisation „foodwatch“ den Stopp der aus ihrer Sicht irreführenden Werbung für „Corny Schoko“.

10% Getreide gegen sieben Zuckersorten

„Corny Schoko“ von Schwartau bestehe zu gerade einmal 10% aus Getreideflocken, dafür jedoch aus sieben verschiedenen Zuckerarten, pflanzlichem Fett und in Form gepressten Mehlbällchen in Körnerform. „Statt Müsliriegel sollte Müsliimitatriegel auf der Verpackung stehen“, erklärt foodwatch-Sprecher Martin Rücker. „Mit Hilfe von Johannes B. Kerner in der Rolle des verhinderten Bauern betreibt Schwartau hier massive Verbrauchertäuschung.“ Durch Werbespots mit dem TV-Moderator und falscher Produktabbildung auf der Verpackung versucht das Unternehmen, aus einer klebrigen, hochgradig verarbeiteten Industriesüßigkeit ein ausgewogenes Naturprodukt zu machen, so die Verbraucherrechtsorganisation.

Forderung nach realistischer Abbildung

Die fingierte Produktabbildung auf der „Corny Schoko“ -Verpackung stehe im Widerspruch zum Täuschungsverbot des deutschen Lebensmittelrechts. Von den zahlreichen Getreideflocken, die auf der Abbildung des Riegels zu sehen sind, fänden sich nur ein Bruchteil im eigentlichen Produkt wieder. „Hier wurde ein Corny-Riegel nicht einfach nur in schönes Licht getaucht und professioneller Bildbearbeitung unterzogen. Auf der Verpackung ist alles Mögliche zu sehen, aber kein echter Corny-Riegel“, so foodwatch-Sprecher Rücker. foodwatch fordert Schwartau auf, künftig eine realistische Abbildung seiner Süßigkeit auf der Verpackung zu zeigen.