BÄKO-magazin

Kulinarisches Erbe Bayern

Traditionelle Lebensmittel haben in Bayern seit Kurzem einen Förderer: Den Verein „Kulinarisches Erbe Bayern“. Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk ist Gründungsmitglied.

Traditionelle Lebensmittel haben in Bayern seit Kurzem einen Förderer: Den Verein „Kulinarisches Erbe Bayern“. Der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk ist Gründungsmitglied dieses Vereins, dessen Zweck der Erhalt und die Pflege des Wissens um bäuerliche Landwirtschaft, handwerklich hergestellte Lebensmittel und regionale Spezialitäten ist. Zudem hat sich der Verein die Weiterentwicklung der Esskultur und der Geschmacksbildung im Freistaat Bayern auf die Fahnen geschrieben.

 

Mittel zur Realisierung dieser Ziele sind die Beratung und Information von Personen, Institutionen sowie der Öffentlichkeit zu Produktion, Verarbeitung und Kennzeichnung geschmacklich anspruchsvoller bayerischer Lebensmittel sowie die Herausgabe von Informationen zu geschmacklich hochwertigen Erzeugnissen, die mit handwerklichen Methoden unter Maßgabe traditioneller und/oder neuer Fertigungstechniken sowie mit möglichst wenig Hilfs- und Zusatzstoffen hergestellt werden.

 

 

Starke Partner vereint

Der Vereinsgründung vorausgegangen sind mehrere Sitzungen und Gespräche mit interessierten Partnerorganisationen, die gleichgerichtete Interessen in Sachen Ernährung haben. Angesiedelt waren diese Gesprächsrunden im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dessen wohlwollende Begleitung für die Realisierung dieses Vorhabens sehr hilfreich war. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben dem Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk unter anderem auch die bayerischen Metzger, die Schweisfurth-Stiftung, der Cluster Ernährung, Slow Food Bayern, der Food Editors Club Bayern und der Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, Umweltökonomie und Agrarpolitik der TU München.

 

Weiterentwicklung der Esskultur

Mit der Definition und Festlegung von Qualitätskriterien soll eine Spezialitätenkompetenz im Lebensmittelbereich erreicht werden, die für die weiteren Arbeiten zielführend ist. Darüber hinaus ist geplant, unter Einbeziehung der Herkunft, Qualität und Verarbeitung der Rohstoffe via Fortbildungsveranstaltungen, Wissensvermittlung auf dem Gebiet hochwertiger und regionaler Ernährung in Familien, Kindertagesstätten, Schulen, Universitäten, Betrieben sowie durch eine Geschmackserziehung für Kinder und Erwachsene zur Weiterentwicklung der Esskultur sowie der Geschmacksbildung beizutragen.