BÄKO-magazin

Wo Bio drauf steht, ist Bio drin

Mehr als 3.500 Lebensmittelproben ökologischer und nichtökologischer Herkunft aus Deutschland wurden auf ihren Pestizidgehalt untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig.

Mehr als 3.500 Lebensmittelproben ökologischer und nichtökologischer Herkunft aus Deutschland wurden auf ihren Pestizidgehalt untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig.Laut „Themendienst Oekolandbau“ sind Bio-Produkte weit überwiegend tatsächlich frei von Pestiziden und Herbiziden. Dank einer Studie der KWALIS Qualitätsforschung Fulda GmbH liegen erstmals konkrete wissenschaftlich gesicherte Daten zu den in den letzten Jahren in Deutschland gehandelten Lebensmitteln vor. Von den erfassten 3.521 Obst- und Gemüseproben überschritten 1,3% nichtökologischer und nur 0,2% ökologischer Herkunft die jeweilige Höchstmenge nach RHmV (Verordnung über Höchstmengen an Rückständen von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, Düngemitteln und sonstigen Mitteln in oder auf Lebensmitteln).Ganz ohne Rückstände waren 96,9% der Proben ökologischer Herkunft gegenüber 65% der Proben aus konventionellem Anbau. Diese Ergebnisse zeigen auch: Die Auffassung, dass sich Lebensmittel aus ökologischem Anbau und konventioneller Produktion wegen der allgemeinen Umweltverschmutzung und aufgrund von Abdrift kaum unterscheiden, ist zumindest für den Bereich Pestizidrückstände in Obst und Gemüse nicht zutreffend.„Die Ergebnisse der Studie haben uns nicht sonderlich überrascht“, so Dr. Peter Stolz von der KWALIS Qualitätsforschung Fulda GmbH. „Vermutet hatten wir immer schon, dass die Pestizidrückstände bei Lebensmitteln aus dem konventionellen Anbau wesentlich höher sind als aus dem ökologischen Anbau. Gefreut hat uns, dass auch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart in seinem Öko-Monitoring unsere Ergebnisse bestätigt hat.“