BÄKO-magazin

Bioland verzeichnet überdurchschnittliches Wachstum

Im Jahr 2007 konnte Bioland hat seine führende Rolle als größter Anbauverband des ökologischen Landbaus in Deutschland weiter ausbauen Die nach Bioland-Kriterien bewirtschaftete Ackerfläche hat sich im Jahr 2007 um 17.500 auf 221.750 ha gesteigert.

Im Jahr 2007 konnte Bioland hat seine führende Rolle als größter Anbauverband des ökologischen Landbaus in Deutschland weiter ausbauen Die nach Bioland-Kriterien bewirtschaftete Ackerfläche hat sich im Jahr 2007 um 17.500 auf 221.750 ha gesteigert. Dies entspricht einer Zunahme von 8,6% und liegt damit deutlich über dem Wachstum der anderen Anbauverbände mit einem Zuwachs von insgesamt 9.500 Hektar bzw. 2,6% liegt. „Das durchschnittliche Flächenwachstum aller Anbauverbände reicht mit knapp 5% aber bei weitem nicht aus, um die starke Nachfrage zu bedienen", unterstreicht Bioland-Präsident Thomas Dosch. „Die Schere zwischen rasch wachsendem Biomarkt und Rohstoffknappheit aus heimischer Produktion hat sich 2007 nicht geschlossen." Der Biomarkt boome seit vier Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten und werde sich auch 2008 positiv entwickeln. „Angesichts dieser guten Marktchancen ist es sehr bedauerlich, dass bisher nicht mehr Landwirte in Deutschland den Schritt zur Umstellung ihrer Betriebe auf Bio-Erzeugung mitgehen, zumal 2007 auch die Zahl der Bioland-Vertragsverarbeiter um 80 Unternehmen auf insgesamt 780 gestiegen ist", fügt Dosch an. Deutschland ist mit ca. 5,45 Mrd. Euro im Segment Bio der mit Abstand größte und für Importeure interessanteste Biomarkt innerhalb Europas. Bioland erwartet in allen Segmenten des Biomarktes auch für die Zukunft sehr gute Wachstumsmöglichkeiten und sucht daher weitere Betriebe, die in Deutschland auf Biolandbau umstellen. Um dem zunehmenden internationalen Wettbewerb im Biomarkt zu begegnen, hat sich Bioland gezielt die Stärkung heimischer Erzeugerbetriebe zur Aufgabe gemacht. Die Differenzierung über höhere Produktions- und Verarbeitungsstandards, die Implementierung neuer Qualitätssicherungssysteme über verbandseigene Beratungs- und Vermarktungseinrichtungen, der Ausbau der Regionalvermarktung und die verstärkte Kooperation aller Anbauverbände gehören dazu. „Wichtig für heimische Betriebe ist jedoch, neben fairen Erzeugerpreisen, eine kostendeckende Honorierung von besonderen Umweltleistungen, die nicht über den Marktpreis abgegolten sind", so Dosch weiter. Hier seien Bund und Länder in der Verantwortung. Erste positive Signale sehe Bioland in der geplanten Ausrichtung einer eigenen Promotionskampagne der Europäischen Kommission für den Biolandbau in Europa sowie der Bereitschaft von Bund und Ländern, die Prämien für Agrarumweltleistungen neu zu berechnen.