BÄKO-magazin

Roggenernte deutlich im Plus

Im abgelaufenen Getreidewirtschaftsjahr 2007/08 (Juli-Juni) haben die deutschen Getreidemühlen etwa 30% des geernteten Brotgetreides (Weichweizen und Roggen) für Lebensmittelzwecke verarbeitet.

Im abgelaufenen Getreidewirtschaftsjahr 2007/08 (Juli-Juni) haben die deutschen Getreidemühlen etwa 30% des geernteten Brotgetreides (Weichweizen und Roggen) für Lebensmittelzwecke verarbeitet. Diese Zahlen wurden jetzt auf der diesjährigen GMF-Jahrespressekonferenz in Berlin genannt. Die Gesamtmenge der hergestellten Mahlerzeugnisse aus den beiden Brotgetreidearten betrug 6,254 Mio. t. Mit einem Plus von 2,7% gegenüber dem Vorjahr ist dies der höchste Wert, seit die Statistik gesamtdeutsch geführt wird. Mehr Roggen geerntet Der Weizenanteil lag bei 87% (5,4 Mio. t), auf Roggenerzeugnisse entfielen 13% (812.000 t). Im Hinblick auf seine Bedeutung für die deutsche Brotvielfalt ist es erfreulich, dass die langjährige Talfahrt bei Roggen offensichtlich gebremst worden ist. Mit 820 Tsd. t Roggen lag der Erntenteil letztmals 2001 über 800 Tsd. t, die Erntejahre 1995/96 lagen sogar noch weit über 900 Tsd. t.Die Wertschätzung der Deutschen für die Produkte aus den Backöfen unserer „Brot-Weltmeister“ ist unverändert hoch: die pro-Kopf-Menge im Getreidewirtschaftjahr 2007/08 lag bei durchschnittlich 84,6 kg/Jahr. Mit dem leichten Plus von 500 g nähert sich dieser Wert damit nach einem Zwischentief im Vorjahr (84,1 kg) wieder dem Zehnjahresmittel des Backwarenverbrauchs von 85 kg.Fragezeichen bei der Preisentwicklung Aus der Ernte 2008 heraus sind gegenwärtig für Brotgetreide – je nach Qualität und Region – 180 bis 250 Euro/t zu bezahlen. Wie sich die weitere Preisentwicklung darstellen wird, ist bisher ungewiss. Aufgrund der um 7% ausgeweiteten Anbauflächen, insbesondere auch bei Roggen, und dank günstiger Witterungsverhältnisse ist mengenmäßig eine reiche Ernte zu erwarten: Die prognostizierte Brotgetreideerntemenge von rund 28 Mio. t bedeutet ein Plus von 4,5 Mio. t und knüpft bei den guten Ergebnissen 2004 an.Etwas schwächere Klebereigenschaften Nach ersten Rohstoffuntersuchungen variiert die Qualität der diesjährigen Ernte regional sehr stark. Im Mittel liegen die backtechnisch bedeutsamen Protein- bzw. Kleberwerte um 1-2% unter dem Vorjahr.