BÄKO-magazin

Soziale Marktwirtschaft stärken

Umsatzrückgang – aber stabile Beschäftigungslage: Diese Merkmale kennzeichnen die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelstandes im vergangenen Jahr.

Umsatzrückgang – aber stabile Beschäftigungslage: Diese Merkmale kennzeichnen die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelstandes im vergangenen Jahr.

 

Arbeitsgemeinschaft Mittelstand

Die Beschäftigung blieb mit –0,3% weitgehend stabil. 2010 wird sich das nach wie vor hohe Beschäftigungsniveau nur halten lassen, wenn auch die bisher erst angekündigten Maßnahmen zur Binnenmarktstabilisierung beschlossen werden und wirken können, heißt es im Jahresmittelstandsbericht 2010 der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand.

 

Kein Versagen des Marktes

Zahlen und Einschätzungen basieren auf den Konjunkturumfragen der in der AG Mittelstand zusammengeschlossenen Verbände aus Handel, Industrie, Handwerk und Gastgewerbe sowie auf Prognosen der kreditwirtschaftlichen Verbände. Mit dem Titel „Aus der Krise lernen: Soziale Marktwirtschaft stärken“ wollen die neun führenden Mittelstandsverbände verdeutlichen, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise, sowie die aktuelle Euro-Krise nicht auf ein Versagen des Marktes, sondern auf fehlende Regeln und politische Fehler zurückzuführen und hieraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen sind.

 

Prioritäten setzen

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand macht in ihrem Bericht deutlich, dass die unaufschiebbare Konsolidierung des Staatshaushalts gleichgewichtig und in sachgerechter Schrittfolge mit einer strukturellen und nachhaltigen Steuerentlastung verbunden werden muss. Angesichts der Haushaltslage müsse die Politik klare

Prioritäten für den Einsatz der geringer werdenden Mittel setzen.

 

„Wir müssen da investieren – und nur noch da -, wo es eine zusätzliche Rendite bringt. In Form von besserer Bildung, mehr Arbeitsplätzen, steigenden Steuereinnahmen, oder auch mehr Klimaschutz", so ZDH-Präsident Otto Kentzler.