BÄKO-magazin

Neue Sonderausstellung im Museum der Brotkultur

Unter dem Titel „Alles Koscher“ zeigt das Museum der Brotkultur Ulm vom 29. März bis 16. August eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Brotes im jüdischen Glauben. Die Herkunft einzelner Gebäcke, ihre Herstellung, Verbreitung und ihr ritueller Zusammenhang werden ebenso dargestellt wie jüdische Spezialitäten.

Unter dem Titel „Alles Koscher“ zeigt das Museum der Brotkultur Ulm vom 29. März bis 16. August eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Brotes im jüdischen Glauben. Die Herkunft einzelner Gebäcke, ihre Herstellung, Verbreitung und ihr ritueller Zusammenhang werden ebenso dargestellt wie jüdische Spezialitäten.

Brot erscheint im religiösen Verständnis allgemein als Symbol des Lebens, das der Mensch Gott verdankt. Im Judentum ist das Brot grundlegender wie hoch geachteter Bestandteil fast jeder Mahlzeit und vor allem an Festtagen von ritueller Bedeutung. Das essentielle Lebensmittel spielt bereits in den biblischen Erzählungen eine zentrale Rolle als Gastgeschenk, Dankopfer und vor allem als sichtbares Zeichen für Gottes Segen.

Was ist koscher?

Für die Herstellung von Brot und anderen Speisen verlangt der jüdische Glaube die Einhaltung bestimmter Regeln. Werden diese Vorschriften befolgt, spricht man von koscherem Essen. Die Sonderausstellung erklärt die wichtigsten Speiseregeln – insbesondere diejenigen Bestimmungen, die sich auf die Herstellung und den Verzehr von Brot beziehen – und ihre Umsetzung im Alltag.

Zur Sammlung des Museums gehören einige hochwertige Judaica, welche die Bedeutung von Brot im Judentum widerspiegeln. Sie werden in ihrem ursprünglichen Gebrauchszusammenhang erläutert. Eine Besonderheit der Ausstellung ist der Versuch, künstlerische Darstellungen von Brot-Motiven des Alten Testaments, das ja weitgehend mit der hebräischen Bibel (Tenach) übereinstimmt, trotz ihrer christlichen Sichtweise in die Präsentation mit einzubeziehen.

Gebäcke für verschiedene religiöse Anlässe

Die Bedeutung, die Brot im Judentum zukommt, schlägt sich nicht zuletzt in der Vielfalt der Gebäcke für die verschiedensten Anlässe nieder. Dabei nahmen Juden Anregungen aus ihrer Umgebung auf und trugen sie weiter. Umgekehrt lernten Nichtjuden die typisch jüdischen Gebäcke kennen und schätzen. Eine Spurensuche im Alltag führt vor Augen, welche typisch jüdischen Gebäcke längst zum Allgemeingut geworden sind.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 29. März 2009 um 11 Uhr spricht Rabbi Shneur Trebnik aus Ulm.