BÄKO-magazin

Süßwaren trotzen der Rezession

Nach Auskunft des internationalen Süßwarenhandelsverbands „Sweets Global Network“ verzeichnete die Süßwarenbranche in Deutschland im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,3%.

Nach Auskunft des internationalen Süßwarenhandelsverbands „Sweets Global Network“ (SG) verzeichnete die Süßwarenbranche in Deutschland im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,3%. Der Gesamtumsatz mit Süßwaren stieg von 5,275 Mrd. Euro auf 5,293 Mrd. Euro. Die Gesamttonnage sank indes um 2,2% von 836,4 Tsd. Tonnen auf 818,1 Tsd. Tonnen.

SG-Geschäftsführer Hans Strohmaier sieht in diesem Ergebnis ein Indiz dafür, dass die Branche – trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise – gut aufgestellt ist und sich weiterhin im Konsumgütermarkt behaupten kann. Dies sei eine gute Ausgangsbasis für die zweite Jahreshälfte, in der die deutsche Süßwarenwirtschaft traditionell ihre Hauptumsätze generiert, so Strohmaier. Entsprechend hoffe man nun, dass die Umsätze gerade im Segment Schokolade ab September wieder stärker anziehen.

Kühler Sommer stärkt Süßwarenindustrie

Die einzelnen Süßwarensegmente entwickelten sich im ersten Halbjahr 2009 in ihrer Umsatzentwicklung unterschiedlich. So zählen auf das gesamte erste Halbjahr gesehen vor allem die Segmente Salzige Snacks mit einem Zuwachs von 5,5%, Fertigkuchen (+4,5%) und im Schokoladenbereich vor allem die Pralinen (+2,8%) und Small Bites (+2,4%) zu den Gewinnern. Teils erhebliche Verluste im Vergleich zum Vorjahr haben in dem Zeitraum u.a. Schokoladenriegel, gekühlte Riegel und Schaumküsse hinnehmen müssen.

Laut Branchenangaben haben angesichts der allgemeinen Kaufzurückhaltung vor allem das gute Ostergeschäft mit einer Steigerung von 4,1% im Vergleich zu Ostern 2008 sowie der „kühle“ Mai mit einer satten Nachfragesteigerung für einen insgesamt zufrieden stellenden Geschäftsverlauf gesorgt. „Dank des kühlen Sommerwetters kann die süße Branche in Deutschland dem tristen Konsumklima trotzen“, kommentiert Strohmaier die aktuellen Zahlen.