BÄKO-magazin

Preisanstieg unumgänglich

Aufgrund der höheren Energie- Personal- und Rohstoffkosten sind nach Ansicht von ZV-Präsident Peter Becker Preisanpassungen bei Backwaren unumgänglich.Becker verwies darauf, dass die Energiekosten (Backen,

Aufgrund der höheren Energie- Personal- und Rohstoffkosten sind nach Ansicht von ZV-Präsident Peter Becker Preisanpassungen bei Backwaren unumgänglich.Becker verwies darauf, dass die Energiekosten (Backen, Kühlen, Transport) in den vergangenen beiden Jahren um bis zu 60% gestiegen sind. Auch der Mehlpreis legte um 20% zu. Hinzu komme, dass in diesem Jahr mit Ernteausfällen gerechnet werde und eine zusätzliche Verknappung von Getreide durch die zunehmende Nutzung als Heinzenergiequelle auftrete. „Man muss abwarten, wie sich das auf die preise auswirkt“, unterstrich Becker. „derzeit sind die Erträge der deutschen Backbetriebe wegen dieser Kostensteigerungen nicht zufrieden stellend.“Die Zahlen für das Jahr 2006 zeigen einen positiven Trend: der Gesamtumsatz betrug rund 11,9 Mrd. Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Marktanteil der Handwerksbäcker blieb konstant. Der durchschnittliche Jahresumsatz pro Betrieb stieg von 710 Tsd. Euro (2005) auf nunmehr 730 Tsd. Euro. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurde ein Zuwachs von 1,5% verzeichnet. Die Zahl der Backbetriebe ging um knapp 3% auf 16.280 zurück (Vj.: 16.741). „Der Trend zu Aufbackstationen in Supermärkten und Discountbäckern scheint gebrochen“, konstatierte der ZV-Präsident. Die Zahl der Beschäftigten im Bäckerhandwerk stieg von 274.000 (2005) auf 275.700. Auch die zahl der Auszubildenden nahm um 4,1% zu und betrug 36.209 (Vj.: 34.753). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl pro Betrieb liegt bei 16,9 (Vj.: 16,4).Kritik äußerte der ZV an der geplanten Novellierung der Verpackungsverordnung, die vorsieht dass Hersteller und Vertreiber von Serviceverpackungen eine Lizenzgebühr an ein duales Entsorgungssystem entrichten müssen. Der ZV fordert eine Änderung der Pläne. Herbe Kritik gab es auch für das geplante Verbraucherinformationsgesetz. „Einzelfälle dürfen nicht dazu führen, dass ganze Branchen unter Generalverdacht gestellt werden“, betonte ZV-HGF Dr. Eberhard Groebel. Er plädierte für freiwillige Maßnahmen zur Verbesserung der Information anstatt neue Bürokratisierung und Regulierungen zu schaffen."