BÄKO-magazin

Honigtest: Unerwünschte Anteile

In einer Testreihe von Öko-Test wurden 24 Honige aus dem Einzelhandel getestet. Neben den üblichen Qualitätskriterien wie kalt geschleudert, Geschmack und Enzymaktivität wurde erstmalig auch auf Anteile von genmanipulierten Pollen untersucht.

In einer Testreihe von Öko-Test wurden 24 Honige aus dem Einzelhandel getestet. Neben den üblichen Qualitätskriterien wie kalt geschleudert, Geschmack und Enzymaktivität wurde erstmalig auch auf Anteile von genmanipulierten Pollen untersucht. Fast 50% der getesteten Honige, vor allem solche aus Südamerika und Kanada, fielen dabei durch Gen-Soja- und Gen-Raps-Pollen auf.Mit der Note „sehr gut“ und somit im Test am besten abgeschnitten haben die drei Sorten Breitsamer Honig aus dem Chiemgau, Immenhof Raps Honig und Wernet Honig Blütenhonig Cremig.Pestizidrückstände in deutscher WareVon besonderem Interesse ist zusätzlich, dass fast nur deutsche Honige Probleme mit Pestizidrückständen hatten. Die Imkerverbände in Deutschland fordern schon lange, insbesondere vor dem Hintergrund der Bienenverluste, eine Neubewertung der Pestizide und ein Verbot beispielsweise von Saatgutbeizmitteln. Ginge es nach den Imkern, würde der ökologische Landbau gesetzlich festgeschrieben.Öko-Test gibt den deutschen Konsumenten den Rat, sich bei den regionalen Imkern mit Honig zu versorgen, da die kleinbäuerlichen Strukturen, wie sie in der Imkerei in Deutschland vorherrschen, ein Garant dafür sind, dass der deutsche Honig noch am ehesten frei bleibt von Anteilen genmanipulierten Pollen.