BÄKO-magazin

Hochkarätiges in Berlin

Der 20. BÄKO-Workshop, der am zurückliegenden Wochenende in Berlin stattfand, erfüllte die Erwartungen der Teilnehmer in vollem Umfang.

Der 20. BÄKO-Workshop, der am zurückliegenden Wochenende in Berlin stattfand, erfüllte die Erwartungen der Teilnehmer in vollem Umfang. Ein gelungener Spannungsbogen, reizvolle Kontraste zwischen den Referenten und ihren Themen und eine fast schon familiär zu nennende Atmosphäre unter den Gästen begeisterten langjährige Teilnehmer ebenso wie Newcomer. Die Bezeichnung „Kommunikationsplattform der Branche“ ist mehr als verdient, wie auch die Beteiligung von ca. 425 Gästen aus Backbranche, Zulieferindustrie und Genossenschaftswesen verdeutlicht.„Alte Bekannte und neue Gesichter“ Eínen Teil der Spannung bezog die federführend von Holger Knieling (geschäftsführender Vorstand der BÄKO-Zentrale Süddeutschland) und Marcus Höffer (Marketingreferent der BÄKO-Zentrale Süddeutschland) organisierte und moderierte Seminarveranstaltung aus der erneuten Teilnahme von Referenten, die vor einigen Jahren Zukunftsprognosen und Markteinschätzungen auf dem BÄKO-Workshop vorgestellt hatten. Dazu zählten Zukunftsforscher Matthias Horx und Ex-Großbäcker Heiner Kamps ebenso wie Michael Herz (Maxingvest, ehemals Tchibo Holding). Der 64-Jährige überzeugte durch einen emotionsgeladenen Vortrag und ließ durchblicken, dass er die alte Allianz zwischen Tchibo und dem Bäckerhandwerk gerne reaktivieren möchte.Für ganz konkrete Erkenntnisse sorgten in Berlin Cirk Sören Ott mit einer exklusiven Studie zum Verbraucherverhalten in Bäckereifachgeschäften und eine Praktikerrunde um Prof. Dr. Walter Freund. Der Backtechnologe, auch er ein BÄKO-Workshop-Veteran, lieferte mit seinem Vortrag die Steilvorlage für eine interessante und anregende Podiumsdiskussion, an der neben Freund die Franzosen Luc Boulet (Eric Kayser) und Josef Dorffer (Art de Pain) sowie die Hannoveraner Klaus Borchers (Althannoversche Spezialitätenbäckerei) und Jochen Gaues (Broterbe Gaues) teilnahmen.Reichlich gute Nahrung für Gedanken und Bauch Für das Um-die-Ecke-denken und den (Marketing-)Blick nach vorne waren in erster Linie die Professoren Gunter Dueck und Christian Blümelhuber zuständig, deren hochprofessionelles Infotainment und deren Thesen für viel Diskussionsstoff sorgten. Einen spannenden Abschluss bildete der Vortrag von Top-Schiedsrichter Herbert Fandel, der einen Einblick in die Entscheidungsfindung unter Stress mit tieferen Einsichten über Führungsverhalten verband.Und dann gab es auch noch die „Verpflegung“: War diese schon seitens des Tagungshotels Maritim hervorragend (einzige, schmerzliche Ausnahme war wie so oft auch in großen Hotels: das Brot), so setzte das festliche Menü der Sterneköche Harald Wohlfahrt und Lutz Niemann einen kulinarischen Akzent, den die Teilnehmer so schnell nicht vergessen werden.Auf sechs verschiedenen Bus- und Erlebnistouren gewannen die Teilnehmer des BÄKO-Workshops einen Einblick in die alte und neue Hauptstadt.Ein Fazit: In der in Berlin gezeigten Form hat der BÄKO-Workshop eine große Zukunft vor sich. Nächste Gelegenheit zur Überprüfung dieser These und zur Teilnahme bietet der 21. BÄKO-Workshop, der vom 8. bis 10. November im Hotel Grand Elysee in Hamburg stattfinden wird.