BÄKO-magazin

Ein gut gefüllter „Vorratsschrank“

Die diesjährige Generalversammlung der BÄKO Hansa stand ganz im Zeichen eines erfolgreichen Geschäftsjahrs 2008 und einer – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – ebenso konstruktiven aktuellen Entwicklung.

Die diesjährige Generalversammlung der BÄKO Hansa stand ganz im Zeichen eines erfolgreichen Geschäftsjahrs 2008 und einer – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – ebenso konstruktiven aktuellen Entwicklung. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Borchers begrüßte im Hotel „Empire Riverside“ in Hamburg eine stattliche Anzahl von Mitgliedern mit Partnern bzw. Familie.

„Wir wollen heute eine positive Stimmung verbreiten, denn es gibt gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu schauen“, gab Borchers eine Richtung vor, der Geschäftsführer Norbert Hupe mit seinem Vorstandsbericht Substanz zu verleihen vermochte. Die BÄKO Hansa hat im Geschäftsjahr 2008 einen Gesamtumsatz von mehr als 95,8 Mio. Euro erwirtschaftet, ein Plus von 9,4%. Umsätze wie auch Erträge, so Hupe, seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und lägen über dem Durchschnitt vergleichbarer Genossenschaften. Diese komfortable Situation ermöglichte es, den Mitgliedern aus dem Jahresüberschuss von 801,2 Tsd. Euro eine Dividende von 8% (247,6 Tsd. Euro) anzubieten – eine „Topverzinsung“ (Hupe). Die Rücklagen werden mit insgesamt 553,6 Tsd. Euro gestärkt. Die Eigenkapitalquote beträgt 67,6%. Der Mitgliederbestand hat sich bei jetzt 645 stabilisiert.

Rohstoffpreise fuhren Achterbahn

Als herausragendes Marktthema bezeichnete Hupe die Explosion der Rohstoffpreise 2008 und ihren anschließenden tiefen Fall auf ein Niveau von vor 2007. Die Backbranche sei derzeit keineswegs von einer Rezession gekennzeichnet; vielmehr sei die Geschäftslage bei Bäckern und Genossenschaft gut. Hierzu trug auch eine sehr erfolgreiche Internorga bei. Der GF hat eine „neue deutsche Gelassenheit“ bei den Verbrauchern ausgemacht, die sich angesichts von Krisenmeldungen nicht mehr wie früher in den Konsumverzicht flüchten. „Wer keinen neuen Vorratsschrank kauft, sorgt wenigstens dafür, dass der alte gut gefüllt ist“, verdeutlichte Hupe. Für 2009 erwartet der Vorstand eine Ertragslage auf Vorjahresniveau.

In puncto Investition sind derzeit vor allem der umfassende Umbau und die Sanierung des Hauptstandorts in Hamburg zu nennen, die voraussichtlich im September 2009 abgeschlossen ist, u. a. entsteht auf 300 qm ein neues Schulungszentrum. Hierzu erging seitens des Aufsichtsrats an den Vorstand und alle Mitarbeiter in Hamburg der Dank für eine reibungslosen Lieferservice unter „belastenden Umständen“. Die Feststellung des Jahresabschlusses, die vorgeschlagene Gewinnverwendung und die Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat trafen auf uneingeschränkte Zustimmung. Thomas Hausbalk, Jörg Knölcke und Wolfgang Mohr wurden von der Versammlung für eine weitere Amtszeit in den Aufsichtsrat gewählt.

Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch ein Referat von Prof. Dr. Walter Freund (Universität Hannover), das sich den gegenwärtigen Anforderungen an den Traditionsberuf Bäcker widmete.