


Was die Standortansprüche betrifft, so bevorzugt der Birnbaum grundsätzlich ein mildwarmes Klima („Weinbauklima“), ist in den Tropen folglich nicht zu finden. Ideal ist ein tiefgründiger, frischer, nahrhafter, durchlässiger und humoser Garten- oder Ackerboden. Als Tiefwurzler toleriert der Birnbaum Trockenheit besser als andere Obstbäume, stauende Nässe wird hingegen nicht vertragen. Er ist außerdem empfindlich gegen Blütenfrost und zu starke Sonnenhitze.Aus dem Fruchtknoten entwickelt sich die Birnenfrucht mit der charakteristischen Gestalt. Die Schale ist in der Regel grün bis gelb oder auch rot gefärbt und bei vielen Sorten mit einer typischen Maserung überzogen („berostet“). Das botanisch als Scheinfrucht zu bezeichnende Obst ist ausgesprochen druckempfindlich; es wird daher immer hartreif geerntet und transportiert. In kühleren Jahren (oder als Sorteneigentümlichkeit) kann es zu einer vermehrten Bildung von Steinzellen kommen, wodurch das Fruchtfleisch weniger zart schmeckt. Zu achten ist in jedem Fall auf korrekte Lager- und Nachreifetemperaturen. Geerntet wird in Deutschland von Juli bis Oktober, die Hauptabsatzzeit liegt zwischen September und Januar, wobei Kühl- bzw. CA-Lagerung (Lagerung in kontrollierter Atmosphäre) für Haltbarkeit sorgen. Von Februar bis Juli springen die Importe aus Übersee in die Bresche, somit ist die Tafelbirne eine Marktfrucht geworden, die ganzjährig angeboten wird.
Der Geschmack von Birnen zeichnet sich aus durch das milde Aroma mit feiner Würze und die Saftigkeit, die durch einen hohen Wasseranteil von durchschnittlich 84% zustande kommt. Neben 9,7 g verwertbaren Kohlenhydraten und 2,8 g Ballaststoffen sind in 100 g essbarem Anteil ferner 0,5 g Eiweiß, 0,3 g Fett und 0,3 g Mineralstoffe enthalten (189 kJ/44 kcal). Ein bedeutender Anteil der Birnen wird roh verzehrt, doch stärker noch als bei Äpfeln werden die geeigneten Sorten verwertet als
In der Küche finden Birnen u.a. für Eintöpfe (z.B. Birnen-Bohnen-Speck-Eintopf), als Garnitur zu Wildgerichten und für Desserts (z.B. Sorbets) Verwendung. Birnenkompott, Schnitze, gekochte und pürierte Früchte u.a. lassen sich durch Tiefkühlung für längere Zeit haltbar machen. In Bäckerei und Konditorei werden Birnen in unterschiedlichster Form als Belag bzw. Füllung für Kuchen, Torten und anderes Feingebäck benötigt.