Deutschen Schnittkäse gibt es in vier Standardsorten: deutscher Gouda, Edamer, Tilsiter und Wilstermarschkäse. Die Gruppe der Schnittkäse umfasst darüber hinaus zahlreiche freie Sorten, die alle Geschmäcker von mild bis pikant bedienen und durch ihre Vielfalt an Zutaten wie Knoblauch, Kümmel, frischen Kräutern usw. bestechen.
Die bekanntesten niederländischen Schnittkäse sind der vollmundige Gouda, der feste, milde Edamer und der Maasdamer mit den charakteristischen großen Löchern. Letzterer wird in Deutschland als „Leerdammer“ verkauft und hat sich einen beträchtlichen Marktanteil gesichert.
Aus Frankreich mit seiner großen Käsetradition kommen so bekannte Schnittkäsesorten wie Fol Epi, Mimolette, Pont L’Evêque, Cantal, Madrigal, Port Salut, Raclette, Salers, Pyrenäenkäse, Bonbel und Morbier, die geschmacklich eine große Bandbreite abdecken.
Aus Dänemark kommen Esrom (dänischer Trappistenkäse), Danbo, Jarlsberg und Havarti, aus Irland Cushlee und Cheddar, aus der Schweiz Appenzeller und Luzerner, aus Österreich Seetaler und Winzerkäse, aus Italien der Bel Paese, aus Belgien der Passendale – und dies ist nur eine kleine Auswahl der internationalen Käsevielfalt, die es zu entdecken gilt.
Schnittkäse schmeckt am besten frisch vom Laib geschnitten, aber man kann größere Stücke locker eingewickelt (in Pergamentpapier oder Aluminiumfolie) auch mehrere Wochen gekühlt lagern („kühl, dunkel und luftig“). Damit sich das Aroma wieder voll entfalten kann, sollte der Käse möglichst eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden.Eine Orientierungshilfe beim Käsekauf geben die Kennzeichnungen an der Käsetheke bzw. auf der Packung. Vorportionierter und verpackter Käse enthält Angaben über Sorte, Fettgehalt, Gewicht, Zutaten, Hersteller und Mindesthaltbarkeitsdatum. Alle Schnittkäsesorten eignen sich hervorragend als Aufschnitt- bzw. Frühstückskäse, für Häppchen und für Käseplatten. Reste, die trocken geworden sind, kann man sehr gut als Reibkäse für Suppen, Saucen, Salate und Gratins verwenden. Die ideale Kombination ist und bleibt jedoch die von Käse und Brot: Des Deutschen liebster Brot- und Brötchenbelag ist Käse. Auch der Käseverzehr in Deutschland insgesamt nimmt seit Jahren zu. Im Durchschnitt verzehrte im Jahr 2001 jeder Bundesbürger 21,6 Kilogramm Käse (davon über 7 kg Schnittkäse), das waren 400 Gramm mehr als 2000 und 4,1 kg mehr als 1991.
Es lohnt sich durchaus, auch einmal darauf zu achten, welcher Käse zu welchem Brot passt. Während ein milder Schnittkäse beispielsweise sehr gut mit deftigen Brötchen (Schinkenbrötchen) oder kräftigem Roggenmischbrot harmoniert, stellt für einen vollmundigen Schnittkäse ein Weizenvollkornbrötchen, Mehrkornbrötchen oder auch knuspriges Baguette eine gute Ergänzung dar.