Am Anfang der industriellen Herstellung von Mayonnaise steht das separate Pasteurisieren der Zutaten (Haltbarmachung durch Erhitzung). Diese werden danach über Rohrleitungen mit Dosierpumpen, die die Menge der einzelnen Bestandteile steuern, in einen so genannten Emulgierkombinator geleitet und dort vermischt. Damit sich das Öl-Wasser-Gemisch nicht wieder trennen kann, wird die Emulsion anschließend in eine Homogenisieranlage geleitet, die alle Bestandteile, vor allem aber die Fettpartikel, sehr fein zerkleinert. Am Ende stehen die Abfüllung in Gläser (70% der Erzeugnisse), Dosierflaschen aus Plastik (20%), Tuben oder Portionsbeutel (10%).
Der Bundesverband der Deutschen Feinkostindustrie e.V. hat für Mayonnaise und verwandte Erzeugnisse Leitsätze aufgestellt, die Inhalt und Qualität festlegen:
Mayonnaise muss einen Fettgehalt von mindestens 80% und einen Eigelbgehalt von mindestens 7,5% (vom Fettgehalt) aufweisen. Verdickungsmittel oder andere Füllstoffe sind nicht zugelassen. Die Bezeichnung „Delikatess-Mayonnaise“ ist nur dann gerechtfertigt, wenn ein besonders hoher Eigelbanteil (rund 20%) oder ein sehr hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, z.B. durch Verwendung von Sojaöl, nachgewiesen wird.
Salat-Mayonnaise hat einen Fettgehalt von mindestens 50%. Hinsichtlich der Beigaben (Füllstoffe sind erlaubt) legt jeder Hersteller seine eigenen Normen fest. So ist z.B. der Eigelbanteil nicht vorgeschrieben, wohl aber die Kennzeichnungspflicht bei Ersatz dieser Zutat durch pflanzliches oder tierisches Eiweiß.Salatcreme enthält unter 50% Fett. Lebensmittelrechtlich zählt sie bereits nicht mehr zu den Mayonnaisen, wird aber in der Praxis vielfach für die gleichen Zwecke verwendet. Auch hier ist kein Eigelbanteil vorgeschrieben und die Produkte können stattdessen auch Hühner-, Milch- oder Pflanzeneiweiß enthalten. Zum Teil zählen bei Salatcremes beispielsweise Stärke, saure Sahne oder Joghurt zu den Zutaten.
Remoulade entsteht, wenn einer Mayonnaise bestimmte fein gehackte Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Estragon), ggf. auch Gemüsestückchen (z.B. Gurken, Zwiebeln, Kapern) zugesetzt werden. Ihr Kennzeichen sind die gut sichtbaren kleinen Pflanzenteilchen. In puncto Fettgehalt ist Remoulade einer Salat-Mayonnaise gleichgestellt, sie enthält also mindestens 50% Fett.