
Von der Weltjahres-Olivenölproduktion (ca. 2 Mio. t) entfallen rund 80% auf die EU-Staaten. Im Schnitt sind das 1,7 Mio. t. Davon entfallen 35% auf Spanien, 34% auf Italien, 28% auf Griechenland, 2% auf Portugal und 1% auf Frankreich. Auch auf der Verbraucherseite liegen die Mittelmeerstaaten ganz vorne. Die Griechen haben mit 20 Liter pro Kopf und Jahr mit Abstand den höchsten Verbrauch. Danach kommen Italien mit 12 l, Spanien (10 l), Portugal (5 l), Frankreich (1 l). Im Vergleich dazu ist der Verbrauch in der Bundesrepublik mit 0,52 l noch sehr niedrig. Doch mittlerweile greifen auch die Deutschen immer häufiger zu Olivenöl.
Im gemäßigten Mittelmeerklima findet der immergrüne Olivenbaum ideale Bedingungen, denn er braucht viel Sonne, hohe Temperaturen und ausreichende Regenfälle (möglichst von Dezember bis April). Er verträgt nur wenige Tage Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. In der niederschlagsarmen Sommerzeit versorgen sie sich über die bis zu 6 Meter in den Boden reichenden Wurzeln mit Wasser. Daher gedeihen sie auch auf kärgsten Böden. Bei sorgfältiger Pflege können die Bäume einige hundert Jahre alt werden. Die meisten Früchte trägt der Baum im Alter von 15 bis 20 Jahren.Es gibt mehr als 250 Baumarten, die Früchte mit Unterschieden in Charakter und Ergiebigkeit hervorbringen. Die Bäume können bis zu 20 Meter hoch werden, doch werden sie in Kulturen auf 4 bis 6 Meter zurückgeschnitten, um die Pflege- und Erntearbeit zu erleichtern.


Das Öl wird, wenn es als einwandfrei in Geschmack, Geruch und Farbe beurteilt worden ist und einen Gehalt an freien Fettsäuren bis maximal 1% bzw. 2% hat, als „Natives Olivenöl extra“ oder „Natives Olivenöl“ verkauft.
Gemäß den EU-Bestimmungen gibt es folgende Unterschiede für Olivenöle: