Die heute für den Flächenanbau genutzte einjährige Sojabohne (Glycine max) gehört zur Familie der Leguminosen (Schmetterlingsblütler). Sie ähnelt in ihrem Wuchs der hierzulande heimischen Buschbohne. Die strauchig wachsende einjährige Pflanze entwickelt extensive Wurzeln von bis zu zwei Meter Tiefe. Die über der Erde bis zu einen Meter hohen Pflanzen sind borstig behaart und tragen Büschel von kleinen Blüten in Farben zwischen Weiß und Violett.Die selbst befruchtende Pflanze blüht über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen ab. Nach der Befruchtung wachsen vorwiegend braungelb behaarte Hülsen heran, die bis zu fünf Samen enthalten. Die Samen sind meist cremefarbig. Nach nur rund 100 Tagen ist die Sojabohne reif – kaum eine Pflanze nutzt die Sonnenkraft schneller und effektiver.
Während in Asien und Amerika vorwiegend frische Bohnen verarbeitet werden, gelangt Soja nach Europa vorwiegend als Trockenprodukt, das bei richtiger Lagerung (dunkel, luftig, kühl) so gut wie unbegrenzt haltbar ist. Sojabohnen enthalten etwa 20% Fett mit einem hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, 36% hochwertiges Eiweiß in einer günstigen Kombination aller essenziellen Aminosäuren und etwa 30% Kohlenhydrate (aber keine Stärke). Dazu kommen 5% Mineralstoffe, darunter besonders viel Magnesium und Kalium, und Vitamine, vor allem E, B und Folsäure. Soja wirkt Cholesterin senkend und kann zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs beitragen.