Der Pfefferstrauch (
Piper nigrum) ist eine immergrüne Kletterpflanze, die in Pflanzgärten an Holzstangen oder dünnen Bäumen kultiviert wird, wo sie Höhen von mehreren Metern erreichen kann. An den Ranken wachsen Rispen von etwa 30 runden Beeren (zumeist fälschlich „Pfefferkörner“ genannt) heran. Zumeist wird Pfeffer unreif, d. h. im grünen Zustand geerntet und geht dann in die Weiterverarbeitung, die über Farbe und Eigenschaften des Endprodukts entscheidet.
Schwarzer Pfeffer entsteht, wenn man grüne Beeren über mehrere Tage in der Sonne trocknen lässt. Sie werden dadurch runzlig und nehmen die charakteristische schwarzbraune Farbe sowie die stark würzige, brennende Schärfe an. Die schärfste Pfefferart kommt – ebenso wie weißer Pfeffer – ganz, geschrotet und gemahlen in den Handel. Die bekanntesten Sorten sind Lampong (Indonesien) und Malabar (Indien). In der Küche passt schwarzer Pfeffer zu gebratenem Fleisch, Hülsenfrüchten, Muscheln, Suppen, Saucen und Gemüse.
Weißer Pfeffer ist das Ergebnis, wenn voll ausgereifte Pfefferbeeren nach der Ernte mehrere Tage in Wasser eingeweicht und dann von der roten Fruchtschale befreit werden. Die zurückbleibenden Samenkörner werden nochmals gewaschen und getrocknet, bis sie eine gelblich-weiße Farbe annehmen. Alternativ kann man weißen Pfeffer auch durch maschinelles Schälen von schwarzem Pfeffer erhalten. Das würzig-milde Aroma schätzt man besonders an den Sorten Sarawak (Malaysia) und Muntok (Indonesien). Weißer Pfeffer harmoniert gut mit anderen Gewürzen und auch Kräutern. Für helles Fleisch, feines Gemüse, Fisch sowie weiße Saucen und Suppen wird er besonders gerne eingesetzt.
Für
grünen Pfeffer werden die unreifen, frischen Beeren geerntet. Anschließend konserviert man sie in Salzlake oder Essiglösung. Wird grüner Pfeffer getrocknet, muss dies in einem Spezialverfahren geschehen, damit er nicht (wie der schwarze Pfeffer) gleichzeitig fermentiert. Zusätzlich wird grüner Pfeffer als Würzpaste angeboten. Das Aroma von grünem Pfeffer ist weniger scharf, dafür sehr intensiv. Klassische Verwendungen hierfür stellen Lammgerichte, Tatar, pikante Salate, Eiergerichte, Pfeffersteak und andere kurzgebratene Fleischgerichte dar. In der modernen Küche unterstreicht er das Aroma von einigen Früchten wie z.B. Ananas, Erdbeeren und Feigen.
Rosa Pfeffer: Hierbei handelt es sich um die fast reifen, rosafarbenen Beeren eines südamerikanischen Baumes, die botanisch gesehen also nicht zur Pfeffergruppe gehören. Sie sind eingelegt und getrocknet erhältlich. Das Aroma ähnelt dem des Pfeffers, erinnert an Wacholderbeeren, ist aber fruchtiger, süßer und weniger scharf. Rosa Pfeffer wird bevorzugt zu Grillgerichten, Salaten und geräuchertem Fisch gereicht.