

Je nachdem, in welchem Verhältnis zueinander die Senfsaaten verarbeitet werden, entstehen die verschiedenen Senfsorten:
Vielfach werden darüber hinaus auch Senf-Spezialitäten und praktische Zubereitungen wie Crème Dips oder Rouladenmischungen angeboten.

Ganze Senfkörner setzt man in erster Linie zum Würzen von Marinaden (z.B. für Senfgurken oder Fischgerichte) ein, während gemahlener Senf auch als Kochgewürz für Saucen, Braten- und Kohlgerichte Verwendung findet. Senfkörner kann man auch in der Pfanne rösten. Dabei ändert sich der Geschmack und die Körner nehmen ein nussiges Aroma an. In anderen Ländern existieren (zum Teil altehrwürdige) Küchentraditionen hinsichtlich Verarbeitung und Einsatz von Senf, die von hiesiger Praxis stark abweichen. Dijon-Senf, nach der französischen Stadt Dijon benannt, ist gewissermaßen der Urvater der meisten heutigen Senfprodukte. Man stellt ihn in Frankreich aus geschälten Samen von schwarzem Senf her, die fein gemahlen und mit dem Saft unreifer Weintrauben, Weißwein oder Weißweinessig (bzw. Mischungen daraus) versetzt werden. In der Tendenz ist Dijon-Senf eher scharf, leicht sauer und salzig. Er eignet sich für Fleischgerichte, Saucen und Vinaigrettes. Der mildere Bordeaux-Senf enthält vornehmlich helle Senfsaat, erhält durch Essig, Zucker und Kräuter jedoch eine dunklere Farbe. In Großbritannien ist der so genannte „Colman-Senf“ dominant.
In der modernen Küche erfreut sich Senf großer Beliebtheit. Saucen, Suppen, Dressings und Marinaden werden damit ebenso verfeinert wie neue Snackideen. Da in Senfsamen Emulgatoren enthalten sind, verbessert der Senf nicht nur den Geschmack von Saucen wie zum Beispiel Sauce Hollandaise, Sauce Robert und Grüne Sauce, sondern auch deren Stabilität. Die klassische Senfsauce, eine pikante helle Sauce mit Speisesenf, wird zu gekochtem Fleisch, gedünstetem oder gekochtem Fisch, Eierspeisen und Kartoffeln gereicht.
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21.05.2012
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