
Die Qualitätskontrolle beginnt mit der Analyse von Ackerboden und Pflanzgut sowie der Sortenauswahl im kontrollierten Vertragsanbau. Sie beinhaltet ferner die richtige Lagerung und den Einsatz standardisierter, der jeweiligen Sorte angepasster Verarbeitungsverfahren (moderne Produktionstechniken minimieren den Nährstoffverlust) und findet mit der Prüfung der Enderzeugnisse ihren Abschluss.In den Veredelungsbetrieben werden die angelieferten Kartoffeln zunächst gewaschen und sortiert. Im Anschluss werden sie unter Dampf geschält. Dabei werden die Kartoffeln an der Oberfläche erhitzt, sodass die Schale aufplatzt und mit Wasser und Bürsten hauchdünn abgerubbelt werden kann. Danach erfolgt die individuelle Weiterverarbeitung, die sich auf drei Produktbereiche erstreckt:
Kartoffeltrockenprodukte waren die ersten Vertreter im Sortiment der Kartoffelverarbeitungsprodukte. Zu ihrer Herstellung wird das älteste Prinzip der Haltbarmachung angewandt: der Wasserentzug. Je nach Endprodukt entzieht man das Wasser entweder rohen, blanchierten oder gekochten Kartoffeln, die anschließend zerkleinert werden. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Trockenkartoffeln vornehmlich als Viehfutter oder Zumischungen im Ernährungsbereich (z. B. Kartoffelwalzmehl bei Brot und Backwaren) eingesetzt. Der Durchbruch dieses Verwendungszweiges erfolgte in den 50er-Jahren, als sich Produkte wie Kartoffelpüree (aus Flocken oder Granulat), Knödel bzw. Kloßmehl (gekocht, roh oder halb und halb), Kartoffelpuffer-Mischungen und Trockenspeisekartoffeln (Scheiben, Würfel, Plättchen, Kugeln) in verbesserter Qualität beim Verbraucher durchzusetzen begannen.Zu den Kartoffeltrockenprodukten zählt auch das umfangreiche Sortiment der allseits beliebten Kartoffel-Snacks und -Knabberartikel wie Chips (insbesondere Stapelchips), Sticks usw. Sie entstehen durch Anteigen einer Kartoffeltrockenmischung und Ausformen mit anschließendem Frittieren oder Formen bzw. Aufblähen durch Extrusion (Strangpressen). Üblicherweise werden sie äußerlich mit Gewürzmischungen aromatisiert.
Kartoffelnassprodukte werden nach dem Schälen in verschiedene Formen geschnitten, blanchiert und gekühlt. Anschließend können zusätzliche Zutaten wie Gewürze oder Gemüse hinzugefügt werden, bevor die Produkte dann in spezielle Folien eingeschweißt und sterilisiert werden. Zum Verbraucher gelangen die Nassprodukte in Form von Bratkartoffeln, Rösti, Kartoffelpfannen, Gratins oder Kartoffeltaschen, die zum Verzehr nur noch aufgewärmt werden müssen, oder auch als Kartoffelsalate. Auch vorgeschälte rohe, blanchierte oder gekochte Kartoffeln zählen zu dieser Gruppe, ebenso wie frische, gekühlte Kartoffelteige für Knödel oder die aus der italienischen Küche bekannten Gnocchi.

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21.05.2012
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22.05.2012
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