


Die Klassifizierung von Kartoffeln erfolgt anhand von drei grundlegenden Kriterien: Handelsklasse, Sorte und Kocheigenschaft. Die Handelsklassen bestimmen die Größe und Sortierung von Kartoffeln. Speisekartoffeln werden üblicherweise in den Handelsklassen „Extra“ und „I“ angeboten. Es gibt weit über 120 Speisekartoffel-Sorten. Allein in Deutschland existiert eine große Vielfalt von unterschiedlichen Sorten, die sich in Form, Größe, Farbe, Eigenschaften von Schale und Augen, Geschmack sowie Reifezeit und Kocheigenschaften unterscheiden. Die Kocheigenschaft ist besonders wichtig für den Gebrauch der Knollen in der Küche. Man unterscheidet drei Hauptgruppen, die ebenfalls auf Verpackungen angegeben sein müssen:
Weltweit werden pro Jahr nahezu 300 Millionen Tonnen Kartoffeln (1999: 294,3 Mio. t) angebaut. Deutschland ist der führende Kartoffelproduzent in Westeuropa. Auf über 300 000 Hektar wurden im Jahr 2000 rund 12,6 Millionen Tonnen geerntet. Der Pro-Kopf-Verzehr hierzulande liegt im Jahr bei knapp 75 Kilogramm. Davon entfällt mehr als die Hälfte auf frische Speisekartoffeln. Kartoffeln bestehen zu fast 80% aus Wasser und zu etwa 15% aus Stärke. Mit über 200 nachgewiesenen Inhaltsstoffen sind sie für eine ausgewogene Ernährung überaus wichtig. Der Fettanteil ist mit 0,1% sehr gering. Kartoffeln enthalten etwa 70 Kalorien (296 kJ) pro 100 Gramm.
Ersetzten Trockenkartoffeln früher vor allem in Kriegszeiten bei der Brotherstellung einen Teil des Mehls, so kamen in den letzten Jahren einige Rezepturen und Backmischungen mit Kartoffelanteil unter den Aspekten Abwechslung und Wohlgeschmack auf den Markt. Sie erfreuen sich als Spezialitäten großer Wertschätzung bei den Verbrauchern.
BÄKO
21.05.2012
Seminar „Mehr Spaß und Erfolg beim Verkaufen" der BÄKO Sauerland
BÄKO
22.05.2012
Konditorenfachseminar „Torten & Dekoration“ der BÄKO Region Stuttgart