
Quinoa ist eine getreideähnliche, einjährige Pflanze, die zur Familie der Gäsefußgewächse gehört, somit botanisch gesehen mit Rote Bete, Mangold und Spinat verwandt ist. Die einjährige Quinoapflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden. Sie hat fingerförmige Teilblütenstände und die Farbe ihrer Samen reicht von Schwarz über Rot bis hin zu Weiß. Genutzt werden die Samen, die flach wie eine Scheibe und in der Regel nicht größer als 3 Millimeter sind, und die Blätter. Die in Deutschland gehandelte Ware ist eher hell, doch dunkle "Ausreißer" beeinträchtigen nicht die Qualität. Quinoa stellt geringe Ansprüche an Boden und Klima. Witterungsbedingungen wie Dürre, Nässe, Wind und Frost machen der Quinoapflanze nicht viel aus. Sie ist relativ anspruchslos und gedeiht auf kargen Böden, z.B. in den Hochebenen der Anden, bis in Höhen von 4200 Meter, oder ihren Tälern, wo Schädlingsprobleme fast unbekannt sind. Das Erntegut weist etwa 25 bis 30% Feuchtigkeit auf, daher ist eine Nachtrocknung und anschließende Reinigung unbedingt erforderlich, um einer Schimmelbildung und somit einer Toxinbildung entgegenzuwirken.
Amaranth ist im eigentlichen Sinn ebenfalls kein Getreide. Er gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse, von der weltweit mehr als 1 200 Variäteten bekannt sind. Davon werden allerdings nur wenige als Kulturarten angebaut. Die Amaranthpflanze wird bis zu über 1 Meter groß, besitzt flammend rote Blätter und kleine rote Blüten in dichten Quasten, die auch zu dekorativen Zwecken genutzt werden. Die winzigen Samenkörner (kleiner als Mohnkörner), von der eine einzige Pflanze bis zu 50 000 Stück tragen kann, sind von Kapseln umschlossen, die ähnlich wie die Blütentrauben angeordnet sind. Rund 1 500 davon ergeben 1 Gramm. Auch Amaranth stellt wenig Ansprüche an den Boden, verträgt Trockenheit gut und gedeiht in großen Höhen.
