WARENKUNDE

Beliebte Zuckerwaren, die den Impulskauf fördern

Teil 56: Bonbons

Zucker, ursprünglich ein Luxusgut, wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts durch den technischen Fortschritt ein Volksnahrungsmittel. Damit gelangten auch die Erzeugnisse der "Zuckerbäcker", die aus dem Konditoreibereich hervorgegangen waren, auf den Tisch von Jedermann – und wurden zum Teil schon bald auch in Manufakturen bzw. Fabriken massenhaft hergestellt.
Bonbons – im Fachjargon Karamellen genannt – stellen mit einem Umsatzanteil von rund 50% das größte Segment innerhalb der Zuckerwaren dar. Sie existieren in einer Vielfalt an Formen, Geschmacksrichtungen, Konsistenzen und Farben und werden in der Regel in bissgroßen Stücken hergestellt, die massiv oder gefüllt sein können. Von dem Gehalt an Restwasser hängt es ab, ob die Bonbons hart sind und sich eher zum Lutschen eignen oder ob sie weich und kaubar sind.
Inhaltsstoffe und Herstellung sehr variabel

Neben der Hauptzutat Zucker enthalten Bonbons vor allem Glukosesirup, das die Rekristallisation der stark übersättigten Zuckerlösungen verhindert. Als weitere Zutaten kommen infrage: Milch- und Kakaoerzeugnisse, Fette, Fruchtzubereitungen, Nüsse und Mandeln, Honig, Malz, Spirituosen, Genusssäuren, Vitamine, Gelier- und Weichhaltemittel, ätherische Öle, Aromen und Lebensmittelfarbstoffe.

Anhand der geschmacksbestimmenden Inhaltsstoffe unterscheidet man zwischen folgenden Arten von Bonbons:

  • Hals-, Husten und Pfefferminzbonbons,
  • Fruchtbonbons,
  • Karamellbonbons.

Nach dem Herstellungsprozess unterscheidet man geschnittene Bonbons, geprägte Bonbons (dazu zählen auch gefüllte Bonbons), gegossene Bonbons und kaschierte Bonbons sowie Drops und Rocks.

Süßwaren gelten unter den Genussmitteln als die umsatzstärkste Warengruppe. 1999 wurden hierzulande z. B. pro Kopf mehr als 5 kg Zuckerwaren abgesetzt, wovon rund 30% auf Bonbons (ohne Dragees etc.) entfielen. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf einem der vordersten Ränge. Süßwaren insgesamt und besonders Bonbons gehören zu den Warengruppen, die der Verbraucher zumeist nicht geplant, sondern spontan, aus einem Impuls heraus kauft. Über 70% der Einkäufe in diesem Bereich werden durch den Blickkontakt im Laden motiviert. Im Fachgeschäft sollten sie daher immer so präsentiert werden, dass sie die Aufmerksamkeit des Kunden erringen, ohne von der Hauptsache (den Backwaren) abzulenken. In der BÄKO-Eigenmarken-Range werden mehrere Sorten angeboten.


Die gesamte Warenkunde zum Thema Bonbons finden Sie in BÄKO-magazin 4/2001 ab Seite 51!