WARENKUNDE

Teil 54: Teigwaren II

Auf allen Speisekarten der Welt zu Hause


Weltweit werden 600 verschiedene Nudelsorten produziert. An dieser Formenvielfalt hat Italien, das bis 1861 in zahlreiche Kleinstaaten zergliedert war, maßgeblichen Anteil. Diese pflegten ihre Traditionen und schufen unzählige Nudelvariationen. Auch der Konkurrenzdruck unter den vielen italienischen Nudelherstellern trug seinen Teil dazu bei, denn um im Markt bestehen zu können, musste man eine breite Palette anbieten können. Zu den bekanntesten Formen gehören Spaghetti, Makkaroni und Tortellini, die dem Bauchnabel der Venus nachgebildet sein sollen. Doch noch immer werden neue Varianten entwickelt. Sogar Barbie- und Schokonudeln werden heute angeboten …
Wer die Wahl hat, hat die Qual

Bei einer derartigen Auswahl stellt sich unweigerlich die Frage, welche Nudelform zu welchen Zutaten passt. Gedrehte Formen nehmen wegen ihrer vielen Rundungen mehr Sauce auf als flache Bandnudeln. Kleinere Formen wie Faden- oder Schnittnudeln, Sternchen oder Buchstaben gelten als ideale Suppeneinlagen. Für Salate eignen sich kurze, runde, gedrehte oder gerillte Formen. Spaghetti verbessern den Geschmack pikanter Hackfleischgerichte; Spätzle passen gut zum saftigen Braten.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Nudeln haben längst ihren Ruf als "Dickmacher" verloren, vielmehr weiß man sie als wichtigen Beitrag zu einer gesunden und vollwertigen Ernährung zu schätzen. Sie enthalten reichlich komplexe Kohlenhydrate, wertvolle Proteine und sehr wenig Fett (3%). Zudem enthalten sie lebenswichtige Vitamine und wertvolle Mineralstoffe, hingegen nur wenig Cholesterin. Dies gilt sowohl für Eier-Nudeln als auch für Nudeln ohne Ei.
Nudeln sind auch ein idealer Lieferant von Energie und hochwertigem Eiweiß. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr, z. B. vor einer sportlichen Tätigkeit, die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Nudeln sind daher für viele Sportler fester Bestandteil im Ernährungsplan in der Wettkampfvorbereitung. Nicht umsonst finden am Abend vor Marathonläufen so genannte „Nudel-Partys“ statt.Der durchschnittliche Energiegehalt von Nudeln (100 g Rohware) liegt bei ca. 362 kcal (1 513 kJ).
Eine fertig zubereitete Beilage von etwa 200 g gekochten Nudeln enthält ca. 236 Kalorien. Nudeln sind häufig sogar Bestandteil von Diätplänen.
Die gesamte Warenkunde zum Thema Teigwaren II finden Sie in BÄKO-magazin 2/2001 auf Seite 49ff.!
 
 
 
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